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Nachts wird die Metro zur national befreiten Zone Drucken
von Ulrich Heyden   
Mittwoch, 23. April 2008

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Rassismus in Russland Von Ulrich Heyden

Die Gastarbeiter aus Eurasien sind in Moskau meist nur als Arbeitskräfte wohlgelitten

23. April 2008 Vor dem Trolleybus winkt eine Gruppe junger Kirgisen einem Landsmann zu, er solle wieder aussteigen. Der hört nicht. Er sitzt im Bus und starrt auf sein Handy. Die Fahrerin schreit: „Bezahlen oder aussteigen!“ Der Junge mit den schwarzen Haaren steigt nicht aus. Er wirkt geistesabwesend. Die Fahrerin will nicht losfahren und schreit wieder, „los, bezahlen!“ Der Kirgise reagiert noch immer nicht. Er versteht schlecht Russisch, erzählt er später. Schließlich fährt der Bus los. Da schleudert ein stämmiger Mann in Tarnjacke dem Jungen von hinten eine Faust ins Gesicht. Blut tropft auf den Boden. Erschrecktes Schweigen der Passagiere. Der Oberkörper des Verletzten kippt nach vorn. Eine blonde junge Frau mit kaukasischen Gesichtszügen reicht ihm ein Papiertaschentuch und zischt, „diese Russen“. Auch ein junger Russe reicht ein Taschentuch. Der Schläger, ein Mann von etwa 45 Jahren, verlässt den Bus.

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Kapitalismus im wilden Osten Drucken
von Ulrich Heyden   
Sonntag, 13. April 2008

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WESTLICHE AUTOFIRMEN IN RUSSLAND

Von Ulrich Heyden, Moskau

Keine Gewerkschaft, nur Leiharbeiter: Westliche Autohersteller wie Renault und VW unterlaufen in ihren russischen Werken systematisch die eigenen Sozialstandards. Einen Gefallen tun sie sich damit nur kurzfristig.

Moskau - "Tretet in die Gewerkschaft ein. Es ist die einzige Kraft, die eure Interessen schützt," ruft Pjotr Podiwilow über eine selbstgebaute Lautsprecheranlage. Der 33-jährige Qualitätskontrolleur steht vor dem Werk von Renault Moskau. Seit einem Jahr schon versucht er, in dem Betrieb eine unabhängige Gewerkschaft aufzubauen. 200 Leute hat er bisher zusammen - doch die Unternehmensleitung lege ihm nur Steine in den Weg, schimpft er.

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