Moskauer demonstrieren gegen neues Gesetz zu Umsiedlung und Wohnungsneubau
von Ulrich Heyden   
Montag, 15. Mai 2017

Am Sonntag beteiligten sich 20.000 Menschen in Moskau an einer Protestkundgebung gegen das geplante Renovazija-Gesetz. Dieses soll die Grundlage für eine Umsiedlung von 1,6 Millionen Menschen in neue Häuser schaffen.

Vor den 15 Sicherheitsschleusen am Moskauer Sacharow-Prospekt standen am Sonntagmittag Tausende von Bürgern an, die an einer Kundgebung gegen das so genannte Renovazija-Gesetz teilnehmen wollten. Die Sonne schien. Die Stimmung war ruhig, aber entschlossen. Die Menschen hatten selbstgebastelte Transparente mitgebracht. Darauf bezeichneten die Demonstranten das Gesetz, das den Abriss von 4.600 Plattenbauten aus den 1960er Jahren und von anderen Altbauten regeln und die Umsiedlung von 1,6 Millionen Menschen in Neubauwohnungen ermöglichen soll, als verfassungswidrig. Es berücksichtige das Recht der Wohnungseigentümer nicht in ausreichendem Maße. Weiterlesen auf RT deutsch