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Ulrich Heyden

Journalist - Moskau - Berichte, Analysen & Videos

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4. January 2026
Aktuell

Neuer Trend in Russland: Eine ganz persönliche Geschichte aus dem Hier und Jetzt auf der Bühne (Nachdenkseiten)

In diesem Jahr machen in Russland gleich zwei bekannte Schauspielerinnen ihr eigenes Leben zum Thema von Theaterstücken: die Ballerina Anastasija Vinokur [1] und die Schauspielerin Irina Gorbatschowa. Das ist für Russland neu. Mancher wird es nicht glauben, aber die russische Kultur ist offen für Experimente. Sie entwickelt sich weiter. Wenn Schauspielerinnen auf der Bühne über ihren ganz persönlichen Werdegang, über ihre Probleme und Ängste sprechen, könnte man denken, das interessiert die Zuschauer nicht. Doch das Gegenteil ist der Fall. Irina Gorbatschowa zeigt ihr Stück „Warum ich?“ [2] nicht nur in Moskauer Theatern, sondern auch in der russischen Provinz. Von Ulrich Heyden.
7. November 2025
Aktuell

Ein ungewöhnlicher Theaterabend in Moskau: Eine russische Primaballerina erzählt ihre Lebensgeschichte (Globalbridge)

Die ehemalige Primaballerina des Bolschoi-Theaters, Anastasija Vinokur, hat etwas Erstaunliches zustande gebracht. Die 1985 in Moskau geborene Tänzerin präsentierte Ende Oktober im Moskauer Helikon-Theater das selbstproduzierte Schauspiel „Nit“ (Der Faden) (1). In dem Stück steht Vinokur meist allein auf der Bühne und erzählt über ihr Leben, von der Kindheit bis heute. Der Saal im Helikon-Theater war voll, der Applaus lang und herzlich. Selbstreflexionen bekannter Tänzer und Schauspielerinnen sind ein neuer Trend in Russland. Es gibt einen Bedarf an Orientierung in schwieriger Zeit. Schon im Frühjahr hatte auch die bekannte russische Schauspielerin Irina Gorbatschowa, geboren 1988 im Gebiet Donezk, das Stück „Warum ich?“ auf die Bühne gebracht. In dem Schauspiel erzählt Gorbatschowa ebenfalls über ihr Leben (2). Das kulturelle Leben in Russland entwickelt sich weiter. Der Krieg in der Ukraine tut dieser Entwicklung keinen Abbruch. 
25. August 2013
Aktuell

Das russische Theater probt den Widerstand (der Freitag)

Moskau. Die Bühnen in der Hauptstadt waren immer konventionell. Aber nun greifen sie Themen der Protestbewegung auf. Und die Mittel- und Oberschicht klatscht Beifall
Video
31. August 2026
Aktuell

У нас брали кровь, не спрашивая

11 апреля 2025 года в Москве я взял интервью у женщин, которые в детстве были вывезены вермахтом и украинской вспомогательной полицией из Калужской области, к юго-западу от Москвы, в Прибалтику, где они содержались в концентрационных лагерях. Женщинам, которые в то время были еще детьми, там в принудительном порядке сдавали кровь для раненых немецких солдат #Вермахта.
31. August 2026
Aktuell

Reparationen, her damit! (Video-Gespräch)

In meiner neuen Gesprächsrunde mit dem ostdeutschen Filmregisseur Wilhelm Domke-Schulz geht es um den Besuch des CIA-Chefs, John Ratcliffe, in Moskau, den russischen Vorstoß auf Slawjansk, die Proteste Jugendlicher in der Westukraine gegen die Zwangsmobilisierung, die Anziehungskraft, welche die AfD auf Ostdeutsche ausübt und die Reparationen, die Westdeutschland 81 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs immer noch nicht an Russland gezahlt hat.
14. August 2026
Aktuell

1941, als die Deutschen kamen. Zeitzeugen erzählen

Ich habe im April 2025 in Moskau Frauen interviewt, die als Kinder aus dem Kaluga-Gebiet, südwestlich von Moskau, von der Wehrmacht und ukrainischen Hilfspolizisten ins Baltikum verschleppt wurden, wo sie in Konzentrationslager gefangen gehalten wurden. Dort wurde ihnen zwangsweise Blut für deutsche Soldaten abgezapft. In diesem Video berichtet die 86jährige Ewdakija Anikanowa, wie sie als Vierjährige das erste Mal für einen deutschen Soldaten Blut spendete.  Anikanowa berichtet auch über ihr Dorf, Iwankowo, im Kaluga-Gebiet, dass von 1941 bis 1943 durch die deutsche Wehrmacht besetzt war. Nach russischen Angaben starben im Zweiten Weltkrieg 14 Millionen sowjetische Zivilisten.
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2. June 2026
Foto

Russische Kommunisten und ihre Gäste, 3. Antifaschistisches Forum

Russische Kommunisten und ihre Gäste. Wer mit wem gesprochen, wer neben wem gesessen und wer sich mit wem hat fotografieren lassen. Ein bisschen Material für den Tratsch. Bilder vom 3. Antifaschistischen Forum der KPRF im Moskauer Hotel Ritz Carlton, 24. Mai 2026.
28. September 2025
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Foto-Reportage aus dem Gebiet Kursk

Hier meine Fotos von einer Reise durch das russische Grenzgebiet Kursk im Mai 2025. Schönes mischte sich mit Schrecklichem. Kursk ist eine weitgehend intakte, sehr gepflegte Stadt. Aber es gibt von Drohnen zerbombte Mehrfamilienhäuser. Berührend waren die Gespräche mit den Menschen, die durch Drohnen ausgebombt worden waren. Viele von Ihnen waren durch Glück mit dem Leben davongekommen. Raissa Klujewa, eine Rentnerin aus Kursk, erzählte, sie sei am 15. April 2025 von einer Drohne aus dem Schlaf gerissen worden. Sie habe sich noch ein Karton mit ihren Ausweisen schnappen können, um dann über eine Treppe, die mit Glasscherben übersät war, in den Hof zu flüchten. "Der 15. April war für uns alle wie ein zweiter Geburtstag."
7. April 2025
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Die Gründung der Volksrepublik Donezk am 7. April 2014

Im Frühjahr 2014 besuchte ich Donezk. Ich wollte wissen, wie der Südosten der Ukraine auf den Staatsstreich in Kiew reagiert. Am 6. April besetzten Aktivisten der Autonomiebewegung Verwaltungsgebäude in Charkow, Lugansk und Donezk. Im März besuchte ich eine Straßenwache, welche an einer Fernstraße zwischen Lugansk und Donezk Ausschau nach anrückendem ukrainischen Militär und Rechtem Sektor. Auf einer Kundgebung in Donezk auf dem Lenin-Platz herrschte eine kämpferisch-fröhliche Stimmung. Einige hielten Transparente auf denen die Rückkehr von Präsident Janukowitsch gefordert wurde. 

© Ulrich Heyden, 2024

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