1941, als die Deutschen kamen
Ich habe im April 2025 in Moskau Frauen interviewt, die als Kinder aus dem Kaluga-Gebiet, südwestlich von Moskau, von der Wehrmacht und ukrainischen Hilfspolizisten ins Baltikum verschleppt wurden, wo sie in Konzentrationslager gefangen gehalten wurde. Dort wurde ihnen zwangsweise Blut für deutsche Soldaten abgezapft.
In Deutschland ist kaum bekannt, dass es in Russland, im Baltikum, in Weißrussland und der Ukraine zahlreiche Konzentrationslager für Kinder gab. Der Zweck dieser Konzentrationslager war die Blutgewinnung für deutsche Soldaten und die Suche nach geeigneten jungen Arbeitskräften, die man nach Deutschland schickte.
Die für die besetzten Territorien zuständigen Behörden des NS-Regimes, hatten angeordnet, möglichst Alles, was die Armee brauchte, im besetzten Territorium zu beschlagnahmen, nicht nur Lebensmittel, sondern auch das Blut von Kindern. Da den Kindern mehrmals Blut entnommen wurde, war die Sterblichkeitsrate hoch.
In diesem Video berichtet die 86jährige Ewdakija Anikanowa, wie sie als Vierjährige das erste Mal für einen deutschen Soldaten Blut spendete.
Anikanowa berichtet auch über die Besetzung ihres Dorfes, Iwankowo, im Kaluga-Gebiet, von 1941 bis 1943 durch die deutsche Wehrmacht.
Die von mir interviewte Dame konnte nach dem Krieg eine Ausbildung als Agronomin machen. Sie lehrte dann an der Moskauer Lomonossov-Universität.
Sie berichtete in mehreren Büchern über ihre Erfahrungen als "Blutspenderin" und Kind einer deportierten Zwangsarbeiterin.
Schließlich geht es in diesem Video um ein von der Partei "Die Linke" im Bundestag im Januar 2019 gefordertes Denkmal in Berlin, zur Erinnerung an den deutschen Vernichtungskrieg in der Sowjetunion. Der Antrag der Linken wurde von allen anderen Parteien im Bundestag abgelehnt.
Nach russischen Angaben starben im Zweiten Weltkrieg 14 Millionen sowjetische Zivilisten.













