24. August 2018

Als die sowjetische Armee aus Deutschland abzog

Wer tut etwas dafür, dass es zwischen Deutschland und Russland ein entspanntes Verhältnis gibt? An erster Stelle würde ich hier die vielen Menschen nennen, die sich alleine oder in Gruppen für konkrete Verständigungsprojekte einsetzen. Einer von Ihnen ist Andreas Franke. Er lebt in Wünsdorf. Zusammen mit dem Fotografen Detlev Steinberg hat Franke einen Bildband über eine verlassene Kaserne der Sowejtarmee in der brandenburgischen Stadt gemacht.

Von Steinberg stammen die beeindruckenden Schwarz-Weiß-Fotos über den Alltag der letzten Sowjet-Soldaten in Wünsdorf, von Franke die Innen- und Außen-Aufnahmen der verlassenen Kaserne in Farbe.

Mit diesen Farb-Aufnahmen ist Franke etwas Überraschendes gelungen. Man sieht strenge preußische Architektur in Verbindung mit bunten Mosaiken und anderen Kennzeichen von sowjetischer Kultur und Soldaten-Leben. Und man sieht den Verfall, der sowohl am Preußischen wie am Sowjetischen nagt. Der Verfall wird aber nicht überhöht, sondern nur dokumentiert.

Die Fotos geben Anlass sich zu erinnern, dass es Anfang der 1990er Jahre zu einem beispiellosen friedlichen Abzug von russischen Soldaten vom deutschen Boden kam. Das Photobuch erweist sich als Kontrapunkt zur grassierenden anti-russischen Hysterie und den angeblichen Expansions-Absichten Russlands.

Der Bildband war 2015 für den deutschen Photobuchpreise nominiert. Vor kurzem war Andreas Franke in Moskau, wo er "Sputnik" ein Interview gab, dass man hier Nachhören kann.

Wie man sieht: Jeder kann mit seinen Mitteln etwas für ein normales Verhältnis zwischen unseren Staaten tun. Ein erster Schritt kann sein, im eigenen Ort oder der eigenen Familien-Geschichte nach etwas Deutsch-Russischem zu suchen oder eben einfach mal nach Moskau zu fahren, wie der Fotograf Franke es gerade gemacht hat.

veröffentlicht in meinem Blog bei der-Freitag-Community

Teilen in sozialen Netzwerken
23. July 2026

Немац који је остао у Москви: Улрих Хајден о Русији, Донбасу и заборављеним лекцијама Југославије (RT Balkan)

Улрих Хајден припада мањинској групи немачких левичарских публициста који су се 1999. године успротивили НАТО агресији на Савезну Републику Југославију, а и данас критикују немачку политику према Русији Састанак недалеко од Бољшој театра, у самом центру града. Ту и тамо могу се видети туристи, по свему судећи углавном из Кине и Индије. Западноевропски језици данас се чују ређе него раније, а немачки језик на улицама Москве ионако вероватно спада међу ређе појаве. И тако наредни призор вероватно делује помало необично: немачки новинар, писац и историчар Улрих Хајден, који од 1992. године живи у Москви, и Швајцарац који већ годинама живи у Србији, разговарају на немачком језику. Разговор са Улрихом Хајденом је направљен да би се боље разумео његов поглед на Немачку, Русију и распад Југославије. Наравно, тема је и "најдужи рат у Европи од 1945. године", како гласи наслов једне од његових књига.
Im Brennpunkt
Video
Bücher
Foto