27. März 2019

Schüler in Niedersachen gedenken ermordeter sowjetischer Kriegsgefangener

RT Deutsch-Reporter Ulrich Heyden begleitete zwei Russinnen, die im Januar 2019 das Grab ihres Großvaters Sergej Fedosejewitsch Schewtschenko auf dem Friedhof für sowjetische Kriegsgefangene beim Dorf Oerbke in Niedersachsen besuchten. Auf dem Friedhof wurden 14.000 Kriegsgefangene aus der Sowjetunion, die an Hunger und Seuchen starben, in Massengräbern verscharrt. Die beiden Russinnen trafen in der Oberschule von Bad Fallingbostel auch Lehrer, die jedes Jahr am Volkstrauertag mit Schülern auf dem Friedhof der Toten aus der Sowjetunion gedenken. In Projektwochen fertigen die Schüler Tontafeln mit den Namen der Toten an. Im Gegensatz zu den Kriegsgefangenen aus westeuropäischen Ländern ließ die Nazi-Führung für die Gefangenen aus der Sowjetunion keine Baracken bauen. Nach der Ideologie der Nazi-Elite und der Wehrmachts-Generäle handelte es sich bei den Kriegsgefangenen aus der Sowjetunion um Angehörige einer „minderwertigen Rasse“, die man mit nur wenig Ernährung unter freiem Himmel auf einem eingezäunten Feld gefangen hielt.

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