27. Juni 2019

Das MH17-Unglück und der kurze Frühling der Friedensbewegung

Es wird aufgerüstet und mit Waffen gedroht. Ja, es gäbe tausend Gründe, um auf Straßen und Plätzen für den Frieden zu demonstrieren und auf Veranstaltungen über Abrüstung, Rüstungsbegrenzung und Nato-Austritt zu diskutieren. Aber ausgerechnet jetzt gibt es keine große Friedensbewegung. Warum? Darüber sprach ich mit der Hamburger Schriftstellerin Katrin McClean, die sich 2014 bei den Friedensmahnwachen engagierte und am 7. August 2014 vor dem Verlagsgebäude des "Spiegel" in Hamburg eine Protestaktion gegen die einseitige Berichterstattung zur Ukraine-Krise organisierte. Der Anlass der Aktion war, dass der "Spiegel" nach dem Absturz der malaysischen Passagiermaschine MH17 im Juli 2014 getitelt hatte: "Stoppt Putin jetzt!" Katrin McClean erklärt im Interview, warum aus dem Frühling der Friedensbewegung 2014 kein Friedenssommer wurde. Sie spricht auch über das Linkssein und vergleicht die Proteste in der DDR mit den Protesten auf dem Maidan in Kiew.

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