23. März 2020

Film: "Die Wiedergeburt von Rafael"

In dem Film "Die Wiedergeburt von Rafael" wird der Brasilianer als wahrer Internationalist vorgestellt, der im Herbst 2014 nicht aus finanziellen, sondern aus ideellen Gründen nach Donezk fuhr, um dort an der Seite der Aufständischen gegen den ukrainischen Faschismus zu kämpfen.
Rafael wurden verwundet. 2016 kehrte er nach Brasilien zurück.
Doch nun begann eine wahre Odyssee. In Brasilien bekam Rafael eine Mail mit einem interessanten Arbeitsangebot auf einem Schiff. Das Schiff sollte in Odessa ablegen. Also flog der Brasilianer im Juli 2016 nach Kiew. Von dort sollte es weiter nach Odessa gehen. Doch auf dem Flughafen von Kiew wurde er vom ukrainischen Geheimdienst #SBU verhaftet. Und es stellte sich heraus, dass das Arbeitsangebot auf dem Schiff eine vom SBU organisierte Falle war.
Rafael kam in ein Kiewer Gefängnis, wo er nach eigener Aussage gefoltert wurde. Das dann folgende Gerichtsverfahren in Kiew wurde wegen Verfahrensfehlern eingestellt.
Der Brasilianer entschied sich in einem russisch-orthodoxen Kloster in Kiew zu arbeiten. Dort wurde er 2018 von der neonazistischen ukrainischen Gruppe C14 augespürt, mit Gewalt zum ukrainischen Geheimdienst gebracht und dort übergeben.
Im Juli 2019 wurde der Brasilianer schließlich von einem Kiewer Gericht zu 13 Jahren Gefängnis verurteilt.
Doch Rafael hatte Glück. Im Dezember 2019 kam er im Rahmen eines Gefangenenaustauschs frei.
Im Film "Wiedergeburt von Rafael" wird gezeigt, wie der Brasilianer zusammen mit anderen ausgetauschten Gefangenen seine Rückkehr in die Volksrepubliken feiert. Der Brasilianer erzählt, er wolle jetzt nicht mehr kämpfen, sondern Russland kennenlernen, den Baikal und die fernöstliche Halbinsel Kamtschatka besuchen.
Der Konflikt im Donbass bietet für Filmemacher viel Stoff. Im russischen Internet - vor allem bei Newsfront - erschienen zahlreiche interessante Filme in russischer Sprache über den Krieg. Doch im deutschen Kino bleibt die Leinwand beim Thema Donbass weiß. Zu den wenigen Ausnahmen gehört der Film "Donbass" von Sergei Loznitsa und die beiden über Crowdfunding finanzierten und vielbeachteten Filme von Mark Bartalmai, "Ukrainian Agony" und "Frontstadt Donezk". Auch ich habe in den Volksrepubliken viel gedreht und bei RT deutsch Videoreportagen veröffentlicht. Für einen längeren Film über den Krieg habe ich aber noch keinen Sponsor gefunden.

Der Film "Wiedergeburt von Rafael" (russ.): https://www.youtube.com/watch?v=C3H1rs-8rV0

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