25. Juli 2018

Deutsche Medien fordern nationale Gesinnung

Mesut Özil, der bekannte Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, hat die Elf verlassen. Hohe Funktionäre des Deutschen Fußballbundes hatten Özil, der in Deutschland geboren wurde und türkische Eltern hat, für das schlechte Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft verantwortlich gemacht. Große deutsche Medien und einflussreiche Politiker hatten den Fußballer hart kritisiert, weil er sich zusammen mit dem türkischen Präsidenten Erdogan hat fotografieren lassen. 
Angela Merkel hat sich in der Vergangenheit mit Erdogan getroffen und der ehemalige deutsche Außenminister Sigmar Gabriel hat sich in vertrauter Atmosphäre mit dem türkischen Außenminister Çavuşoğlu getroffen. Auch von diesen Treffen gibt es Fotos. In den deutschen Medien brach kein Proteststurm los, denn es ging um die Sicherung "deutscher Interessen" in der Türkei, den Stopp der Zuwanderung von Flüchtlingen. 
Die großen deutschen Medien und deutsche Politiker achten neuerdings stärker auf "nationale Gesinngung". Seit einigen Jahren schon muss man sich in Deutschland rechtfertigen, wenn man „Russland versteht“. Nun muss man sich rechtfertigen, wenn man sich mit einem türkischen Präsidenten fotografieren lässt. 
Mesut Özil hat die Attacke gegen seine Person als Rassismus bezeichnet. Das ist ein harter Vorwurf, aber ich denke da ist was dran. Das "Neue Deutschland" hat die persönliche Erklärung von Özil veröffentlicht

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