27. Oktober 2021

Ukrainische Streitkräfte starteten neue Offensive gegen Volksrepubliken Donezk und Lugansk

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Foto: Screenshot EuroNews

Am 26. Oktober schrieb der Chefredakteur des ukrainischen Portals Zensor.net, Juri Butusow, auf Facebook, "erinnert euch an diesen historischen Tag! Am 26. Oktober 2021 wurde das erste mal die Kampf-Drohne Bayraktar im Donbass eingesetzt!" (https://www.facebook.com/100000909172681/videos/1049865059182508/)

Drohnen dieses Typs aus türkischer Produktion, sind seit mehreren Jahren in ukrainischem Besitz. Sie wurden international bekannt, nachdem sie im Herbst 2020 im Krieg von Aserbaidschan gegen Berg-Karabach als kampfentscheidend Waffe eingesetzt wurden. Nach ukrainischer Erklärung wurde die türkische Drohne als Antwort auf Beschuss von Seiten der Volksrepublik Donezk eingesetzt.

Butusow erklärte, mit Hilfe einer von der Bayraktar-TB-2-Drohne eingesetzten lenkbaren Bombe vom Typ MAM-C sei "eine russische Haubitze" zerstört worden.

Der Einsatz der Drohne aus türkischer Produktion wurde später vom Oberkommandiertenden der ukrainischen Armee, Valeri Saluschni, bestätigt. Die ukrainische Drohne habe die Kontaktlinie nicht überschritten, erklärten ukrainische Militärs. Diese Behauptung wurde von russischen Korrespondenten bestritten.

Die Ukraine setzt seit längerem auch kleinere Drohnen ein, an die man Sprengbomben anhängt. Am Mittwochmorgen meldete die Nachrichtenagentur Ria, eine ukrainische Drohne habe auf einen Öl-Tank in der Stadt Donezk eine Bombe abgeworfen. Die Bombe sei aber nicht explodiert.

Der Chefredakteur des russischen Mediums "Nationale Verteidigung", Igor Korotschenko, sprach sich dafür aus, dass Russland wegen dem Einsatz der Bayraktar-Drohnen eine Flugverbotszone über dem Donbass einrichtet.

Der Einsatz der Bajraktar-Drohnen ist Teil einer neuen ukrainischen Militäroffensive gegen die Volksrepubliken Donezk und Lugansk.

Am 26. Oktober wurde das an der Kontaktlinie gelegene Dorf Staromarewka (Volksrepublik Donezk) von ukrainischen Soldaten eingenommen. Der russische Reporter Andrej Rudenko berichtete, dass in dem Dorf 180 Menschen wohnen, unter ihnen 37 Bürger der Russischen Föderation.

Die Einnahme des Dorfes bedeutet, dass die Ukraine faktisch aus 2015 unterzeichneten Friedensvereinbarung von Minsk ausgestiegen ist.

Von der ukrainischen Armee beschossen wurden am 26. Oktober außerdem die in der Volksrepublik Donezk gelegenen Dörfer und Städte Novaja Marewka, Telmanowka, Gorlowka, Jasinowataja und Jakowlewka. Auf Grund der Beschießungen fiel in einem Teil der Stadt Gorlowka der Strom aus.

Angesichts der ukrainischen Attacken, hat die Volksrepublik Donezk ihre Kräfte an der Front verstärkt.

(Quellen: https://www.youtube.com/watch?v=F-TZyilJhik, https://news-front.info/2021/10/27/bayraktar-vdohnovil-ukrainu-opyat-razvyazat-voynu/, https://ria.ru/20211027/neftebaza-1756450431.html)

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