9. November 2021

Ist noch Platz zwischen "Spiegel" und RT DE?

Heute reden alle von RT DE, Sputnik oder den neuesten Enthüllungen russischer Oppositioneller. Unabhängige Medien-Projekte, die sich um eine faire Berichterstattung über Russland bemühen, wie die von Gunnar Jütte gegründeten Projekte Russland.news und Russland.TV werden vom deutschen Mainstream nicht beachtet und sind nur Menschen bekannt, die selbst aktiv nach einer ausgewogenen Berichterstattung über Russland suchen.

Seine erste deutsch-russische Internetzeitung startete Jütte, der aus Hannover kommt, 1996 in der russischen Kleinstadt Tarussa. Russische Programmierer vom Raumfahrtzentrum in Tarussa kamen dem Deutschen damals zu Hilfe, denn Benutzeroberflächen wie Wordpress kamen erst 2003 auf den Markt.

Russland.news bemüht sich um eine faire Berichterstattung aus und über Russland. Eben das war auch Jüttes Motiv bei der Gründung seiner ersten Internet-Zeitung 1996, denn kaum etwas von dem, was er in Russland in den 1990er Jahren erlebte, fand er in den deutschen Mainstream-Medien wieder. Es wurde damals vor allem über das Chaos der Jelzin-Jahre aber sehr wenig über die Motivationen, Erfahrungen und Positionen der Russen berichtet.

Wegen dem Wegbruch von Werbeeinnahmen sind die Zeiten für Russland.news nun schwieriger geworden. Aber Jütte hat neue Ideen und macht weiter. Russland TV hat auf youtube heute 59.000 Abonnenten. Und eine Lücke zwischen "Der Spiegel" und RT DE gäbe es allemal, sagt der Internet-Pionier aus Tarussa im Gespräch.

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