Ulrich Heyden
Journalist - Moskau - Berichte, Analysen & Videos
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13. June 2023
Kultur
Wer waren die Schöpfer des deutsch-russischen Hits "Karl-Marx-Stadt"?
In Moskau traf ich zusammen mit dem Fotografen Andreas Franke den Bassisten der russischen Band „Megapolis“, Michail Gabolajew. Der erzählte, wie es 1994 zu dem Hit „Karl-Marx-Stadt“ kam, der sowohl in Deutschland als auch in Russland ein Ohrwurm war. Megapolis ist eine Moskauer Band, die seit 1987 in wechselnder Besetzung besteht. Auch der Stil der Band hat sich über die Jahrzehnte stark verändert. Heute tritt "Megapolis" mit einer sehr anspruchsvollen Musik in Clubs auf. Der Bassist Gabolajew erzählt im Interview, wie die Band neue Ideen für Stücke findet. Außerdem berichtet er, dass er während seines Armee-Dienstes in Dresden über das Militärorchester zur Musik kam. Vor einigen Jahren besuchte Gabolajew die ehemalige Kaserne am südlichen Stadtrand der Elbe-Stadt, wo er als 18jähriger diente. Heute ist die Kaserne eine Wohnanlage.
31. May 2023
Abseits der Zentren
Toleranz wird schon in der Schule gelernt (Bildungsmagazin GEW Bremen)
In der neuesten Ausgabe des Bildungsmagazins der GEW Bremen gibt es eine Reportage von mir zu dem Besuch einer Schule mit dem Schwerpunkt "Sprachen" in der russischen Republik Tatarstan
31. May 2023
Abseits der Zentren
Wie Handwerker in Zarskoje Selo das "neunte Weltwunder" wiederherstellten (Sächsische Zeitung)
Vor 20 Jahren - am 31. Mai 2003 - wurde das wiederhergestellte Bernsteinzimmer im Katharinen-Palast in Zarskoje Selo bei St. Petersburg der Öffentlichkeit vorgestellt. Zu der feierlichen Eröffnung gekommen waren Präsident Wladimir Putin und der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder. Hier mein damaliger Bericht und meine Reportage für die "Sächsische Zeitung" aus der Werkstatt in Zarskoje Selo in der das Bernsteinzimmer wiederhergestellt wurde. Finanziert wurde die Wiederherstellung des "neunten Weltwunders" zu einem Drittel der Kosten (3,5 Millionen Dollar) von der deutschen Ruhrgas AG. Das 1755 im Katharinen-Palast eingebaute Bernsteinzimmer wurde 1941 von deutschen Truppen geraubt, nach Königsberg gebracht und gilt seitdem als verschollenen.
16. May 2023
Soziales
Gestrandet in Moskau
Was Liane Kilinc vom Verein Friedensbrücke-Kriegsopferhilfe im Donbass erlebt hat und warum sie heute in Moskau lebt. Mein Interview im Video- und Text-Format
13. May 2023
Geschichte
Wie der Sieg über den Hitler-Faschismus in Moskau gefeiert wurde (Overton-Magazin)
In Russland war auf den Straßen am 9. Mai, der jedes Jahr als Siegestag über den Hitler-Faschismus gefeiert wird, nicht so viel los, wie in den letzten Jahren. Die Märsche des „Unsterblichen Regiments“, bei denen Angehörige mit Porträts ihrer Vorväter, die im Großen Vaterländischen Krieg gegen die Hitler-Wehrmacht kämpften, durch die Straßen ziehen, war in diesem Jahr in Moskau und einigen anderen Städten abgesagt worden. Dafür gab es vermutlich zwei Gründe: Die Gefahr von Terroranschlägen, wie sie es in den letzten Monaten gegen bekannte russische Politiker und Patrioten gegeben hatte.
4. May 2023
Kultur
Donbass-Filmregisseur Domke-Schulz: „Sie wollten nicht Menschen zweiter Klasse sein“ (Nachdenkseiten)
Der Donbass ist ein Kriegsgebiet, über das die ganze Welt spricht. Aber öffentlich-rechtliche und private deutsche Fernsehanstalten mit Informationsauftrag meiden dieses Gebiet wie eine heiße Kartoffel. Seit 2014 haben ARD und ZDF keine einzige ausführliche Film-Dokumentation aus den „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk gesendet, wie sie in den letzten Jahren etwa von mehreren freien Journalisten und Video-Filmern vorgelegt wurden. Wie man ohne gebühren-finanzierte Budgets Donbass-Filme machen kann, wollte Ulrich Heyden in Moskau von dem Regisseur Wilhelm Domke-Schulz wissen.
24. April 2023
Kultur
Zuflucht in Moskau
Im April 2023 führte ich in Moskau ein Video-Interview mit dem Sohn von Luis Carlos Prestes, einem berühmten brasilianischen Revolutionär, über das Leben seines Vaters und über ein neues Buch, welches die zweite Frau von Prestes über das Leben ihres Mannes geschrieben hat.
23. April 2023
Kultur
Der brasilianische Journalist Luiz Carlos Prestes über die Geschichte Brasiliens, den Kampf gegen die Oligarchie und seine Zeit in Moskau (Nachdenkseiten)
Mein Interview mit dem brasilianischen Journalisten, Komponisten und Filmemacher Luis Carlos Prestes über die 1970er Jahre, als seine Familie vor der brasilianischen Militärdiktatur in Moskau Zuflucht fand.
6. April 2023
Wirtschaft
Moskauer Wirtschafts-Forum berät über Weg zu „Re-Industrialisierung“ und „technologischer Souveränität“ (Nachdenkseiten)
Russland müsse seine „technologische Souveränität“ erreichen, erklärte der russische Präsident Wladimir Putin vor einigen Tagen. Das Thema stand auch im Mittelpunkt des 7. „Moskauer Wirtschaftsforums“, das am 4. und 5. April in einem Business-Zentrum in der Moskauer Innenstadt stattfand. Der Staat müsse langfristige Wirtschaftspläne von zehn bis 100 Jahren entwerfen, um die russische Industrie unabhängig von ausländischen Ersatzteilen und Industrieprodukten zu machen, so die einhellige Meinung der Referenten.
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Im Brennpunkt
4. January 2026
Aktuell
Neuer Trend in Russland: Eine ganz persönliche Geschichte aus dem Hier und Jetzt auf der Bühne (Nachdenkseiten)
In diesem Jahr machen in Russland gleich zwei bekannte Schauspielerinnen ihr eigenes Leben zum Thema von Theaterstücken: die Ballerina Anastasija Vinokur [1] und die Schauspielerin Irina Gorbatschowa. Das ist für Russland neu. Mancher wird es nicht glauben, aber die russische Kultur ist offen für Experimente. Sie entwickelt sich weiter. Wenn Schauspielerinnen auf der Bühne über ihren ganz persönlichen Werdegang, über ihre Probleme und Ängste sprechen, könnte man denken, das interessiert die Zuschauer nicht. Doch das Gegenteil ist der Fall. Irina Gorbatschowa zeigt ihr Stück „Warum ich?“ [2] nicht nur in Moskauer Theatern, sondern auch in der russischen Provinz. Von Ulrich Heyden.
7. November 2025
Aktuell
Ein ungewöhnlicher Theaterabend in Moskau: Eine russische Primaballerina erzählt ihre Lebensgeschichte (Globalbridge)
Die ehemalige Primaballerina des Bolschoi-Theaters, Anastasija Vinokur, hat etwas Erstaunliches zustande gebracht. Die 1985 in Moskau geborene Tänzerin präsentierte Ende Oktober im Moskauer Helikon-Theater das selbstproduzierte Schauspiel „Nit“ (Der Faden) (1). In dem Stück steht Vinokur meist allein auf der Bühne und erzählt über ihr Leben, von der Kindheit bis heute. Der Saal im Helikon-Theater war voll, der Applaus lang und herzlich. Selbstreflexionen bekannter Tänzer und Schauspielerinnen sind ein neuer Trend in Russland. Es gibt einen Bedarf an Orientierung in schwieriger Zeit. Schon im Frühjahr hatte auch die bekannte russische Schauspielerin Irina Gorbatschowa, geboren 1988 im Gebiet Donezk, das Stück „Warum ich?“ auf die Bühne gebracht. In dem Schauspiel erzählt Gorbatschowa ebenfalls über ihr Leben (2). Das kulturelle Leben in Russland entwickelt sich weiter. Der Krieg in der Ukraine tut dieser Entwicklung keinen Abbruch.
25. August 2013
Aktuell
Das russische Theater probt den Widerstand (der Freitag)
Moskau. Die Bühnen in der Hauptstadt waren immer konventionell. Aber nun greifen sie Themen der Protestbewegung auf. Und die Mittel- und Oberschicht klatscht Beifall
Video
25. September 2026
Aktuell
Германия решила повторить? #УльрихХайден #ДмитрийДанилов (Спец)
14. September 2026
Aktuell
Wahlen in Russland: Gefahr für Putin? (Weltnetz.tv)
Wie stabil ist Putins Macht angesichts der Wahlen in Russland? Journalist Ulrich Heyden berichtet aus Moskau über das Wahlsystem, die wichtigsten Parteien und die Stimmung in der Bevölkerung. Im Gespräch geht es um wirtschaftliche Sorgen, den Ukrainekrieg, das Verhältnis zum Westen und die Frage, ob sich an der politischen Dominanz von Einiges Russland etwas ändern könnte.
31. August 2026
Aktuell
У нас брали кровь, не спрашивая
11 апреля 2025 года в Москве я взял интервью у женщин, которые в детстве были вывезены вермахтом и украинской вспомогательной полицией из Калужской области, к юго-западу от Москвы, в Прибалтику, где они содержались в концентрационных лагерях. Женщинам, которые в то время были еще детьми, там в принудительном порядке сдавали кровь для раненых немецких солдат #Вермахта.
Bücher
19. December 2023
Geschichte
"Mein Weg nach Russland. Erinnerungen eines Reporters" (2024)
Seit 30 Jahren lebt und arbeitet Ulrich Heyden in Russland, einem Land, das sein Vater als Wehrmachtsoffizier überfallen hat. Die gänzlich unterschiedliche Wahrnehmung Russlands, dargestellt in der Familiengeschichte des Autors, zieht sich als roter Faden durch das Buch. Dazu kommt die Frage, wie es passieren konnte, dass ein großer Teil der systemoppositionellen 68er sowie die ehemals pazifistische Partei „Die Grünen“ zu den stärksten Befürwortern eines Kriegsgangs gegen Russland wurden.
28. March 2022
Ukraine
"Der längste Krieg in Europa seit 1945" (2022)
Dieses Buch entstand nicht am Schreibtisch. Es ist das Buch eines Reporters, der in den Jahren 2014 bis 2022 als Korrespondent für deutschsprachige Medien im Kriegsgebiet Donbass unterwegs war. Wer verstehen will, wie der Krieg in der Ukraine began, kommt um das Buch "Der längste Krieg in Europa seit 1945. Augenzeugenberichte aus dem Donbass" nicht herum. Das Buch erschien im März 2022 bei tredition (Hamburg). Es ist das einzige deutschsprachige Buch eines Augenzeugen über die ersten acht Jahre Krieg im Donbass. "In den Interviews, die Heyden mit Bewohnern der beiden Volksrepubliken gemacht hat, wird vor allem eine Frage überdeutlich: Wieso weigern sich die demokratischen Staaten, den Mehrheitswillen der lokalen Bevölkerung zu akzeptieren? Wieso nehmen sie diesen Weg für eine friedliche Lösung nicht an?" (Katrin McClean, Schriftstellerin).
21. August 2020
Bücher
Wie Deutschland gespalten wurde. Die Politik der KPD 1945 bis 1951 (2020)
Bei den alljährlichen Feiern zur deutschen Einheit wird in den Hintergrund gedrängt, wie es eigentlich 1949 zur Gründung von zwei deutschen Staaten kam und welche Position die Kommunistische Partei Deutschlands zur Frage der deutschen Einheit vertrat. Kaum bekannt ist, dass die KPD, die 1947 in den Westzonen 320.000 Mitglieder hatte, eine der entschiedensten Kräfte war, die für die deutsche Einheit und gegen die Gründung eines "westdeutschen Separatstaates" eintrat. Mit ihren Aktivitäten auf den Gebieten Entnazifizierung, Kampf gegen den Hunger, Wiederaufbau und Sozialisierung der Schlüsselindustrien leistete die KPD einen wichtigen Beitrag für den Aufbau der Demokratie in Westdeutschland.
Foto
19. September 2026
Aktuell
Kirgistan 2026
Im April 2026 besuchte ich die Hauptstadt von Kirgistan, Bischkek. Danach machte ich eine Reise rund um den Bergsee Issyk-Kul. Die Junge Welt veröffentliche meine Reisereportage.
2. June 2026
Foto
Russische Kommunisten und ihre Gäste, 3. Antifaschistisches Forum
Russische Kommunisten und ihre Gäste. Wer mit wem gesprochen, wer neben wem gesessen und wer sich mit wem hat fotografieren lassen. Ein bisschen Material für den Tratsch. Bilder vom 3. Antifaschistischen Forum der KPRF im Moskauer Hotel Ritz Carlton, 24. Mai 2026.
28. September 2025
Foto
Foto-Reportage aus dem Gebiet Kursk
Hier meine Fotos von einer Reise durch das russische Grenzgebiet Kursk im Mai 2025. Schönes mischte sich mit Schrecklichem. Kursk ist eine weitgehend intakte, sehr gepflegte Stadt. Aber es gibt von Drohnen zerbombte Mehrfamilienhäuser. Berührend waren die Gespräche mit den Menschen, die durch Drohnen ausgebombt worden waren. Viele von Ihnen waren durch Glück mit dem Leben davongekommen. Raissa Klujewa, eine Rentnerin aus Kursk, erzählte, sie sei am 15. April 2025 von einer Drohne aus dem Schlaf gerissen worden. Sie habe sich noch ein Karton mit ihren Ausweisen schnappen können, um dann über eine Treppe, die mit Glasscherben übersät war, in den Hof zu flüchten. "Der 15. April war für uns alle wie ein zweiter Geburtstag."