Ulrich Heyden
Journalist - Moskau - Berichte, Analysen & Videos
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14. September 2024
Abseits der Zentren
Warum ist es so still um die großen deutschen Soldatenfriedhöfe in Russland? – Eine Spurensuche (Nachdenkseiten)
Vor der Stadt Rschew, 250 Kilometer nordwestlich von Moskau, liegen auf einem Friedhof 43.000 deutsche Soldaten begraben. Noch immer werden sterbliche Überreste von deutschen und sowjetischen Soldaten gefunden. Allein in diesem Jahr waren es 776 Tote, berichtet Dmitri, der an den Sucharbeiten in der Region Rschew beteiligt ist und der auch ein Museum leitet. Der deutsche Soldatenfriedhof wird – trotz der politischen Spannungen zwischen Russland und Deutschland – weiter vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gepflegt, wie die Pressestelle des Volksbundes auf Anfrage der NachDenkSeiten bestätigte. Russen und Deutsche arbeiten bei der Exhumierung von sterblichen Überresten deutscher Soldaten immer noch zusammen. Aus Rschew berichtet Ulrich Heyden.
9. September 2024
Parteien
Regionalwahlen stärken Regierungspartei. Kritik von KPRF (Junge Welt)
Nach den bisher vorliegenden Wahlergebnissen vom Montag hat die Regierungspartei »Einiges Russland« ihre führende Position in den Regionen ausgebaut. Drei Tage lang konnten die Wahlberechtigten ihre Stimme in 83 Regionen abgeben. Gewählt wurden Gouverneure und Abgeordnete der Regionalparlamente, außerdem fanden Nachwahlen für einzelne Abgeordnete der Duma in Moskau statt. Wladimir Jakuschew, geschäftsführender Sekretär des Parteirates, erklärte, seine Partei habe ihre Rolle als »führende Kraft« behauptet. In 20 von 21 Regionen siegten die Gouverneure von »Einiges Russland«, in den 13 Regionen, in denen Regionalparlamente gewählt wurden, gewann die Regierungspartei ebenfalls.
6. September 2024
Kultur
Marcel Fischer von Radio Marabu interviewte mich zu 32 Jahren Russland und rebellischen jungen Jahren (Radio Marabu)
Marcel Fischer von Radio Marabu interviewte mich zu meinen 32 Jahren als deutscher Korrespondent in Moskau. Hier die Videofassung des Interviews
20. August 2024
Moskau
Video: Deutsche Reisegruppe bereiste vier Wochen lang russische Städte
In Moskau begleitete ich einen Tag eine deutsche Reisegruppe, die im Rahmen des Druschba-Programms für Völkerverständigung vier Wochen mit PKWs russische Städte bereiste. In Moskau besuchten die neun Reisenden aus Ost- und Westdeutschland sowie aus Österreich eine Gedenkstelle vor der abgesperrten und teilweise ausgebrannten Moskauer Crocus City Hall, wo sie Blumen niederlegten in Gedenken an die 145 Menschen, die im März während eines Terroranschlages in der Konzerthalle starben. Danach ging es in die nordwestlich von Moskau gelegene Stadt Krasnogorsk, wo die Gruppe das örtliche Museum der deutschen Antifaschisten besuchte. Dort wurden von 1941 bis 1949 deutsche Kriegsgefangene, unter ihnen über hundert Generäle und Feldmarschall Friedrich Paulus, zum Thema Antifaschismus unterrichtet.
20. August 2024
Abseits der Zentren
„Mein Großvater gab den Anstoß für die Reise nach Russland“ – Ein Treffen mit Deutschen, die im Namen der Völkerverständigung durch Russland reisen (Nachdenkseiten)
Mitte August traf ich in einem Moskauer Hotel am Ismailow-Park eine neunköpfige Reisegruppe, die in der russischen Hauptstadt Zwischenstation auf einer mehrwöchigen Reise per PKW durch das nördliche Russland machte. Von Ulrich Heyden. Die Reisegruppe war eine bunte Mischung von Ost- und Westdeutschen. Auch eine Österreicherin war dabei. Alle trugen weiße T-Shirts, auf denen die russische und die deutsche Flagge in einem Herz vereint waren. Dieses Herz ist das Zeichen der „Druschba“-Reisen, einer Aktion, welche der Völkerverständigung und der Volksdiplomatie dienen soll. Die Initiative für diese selbstorganisierten Reisen kam 2016 von Dr. Rainer Rothfuß und Owe Schattauer.
16. August 2024
Wirtschaft
Die Moskauer Völkerwanderung (Junge Welt)
Über den Wandel des Stadtbilds durch den Abriss von Plattenbauten und die sozialen Spannungen zwischen Alteingesessenen und Arbeitsmigranten aus Zentralasien. Es stank und dauerte ewig: Die undurchdringlichen Verkehrsstaus der 2000er Jahre gibt es in Moskau heute nur noch selten. Denn trotz Ukraine-Krieg und Sanktionen werden ohne Unterbrechung neue Straßen, Brücken, Tunnel und U-Bahn-Linien gebaut. Doch das ist noch nicht alles an Bautätigkeit. Seit 2017 werden im Rahmen des Neubauprogramms »Renovazija« in den 1960er Jahren gebaute, vierstöckige Plattenbauten abgerissen. An ihre Stelle werden 13geschossige Wohnhochhäuser gesetzt. Wie fühlt es sich an, in einem Stadtteil – einem sogenannten Rajon – zu leben, in dem auf enger Fläche nicht nur abgerissen und neu gebaut wird, sondern sich auch immer mehr Arbeitsmigranten aus Tadschikistan ansiedeln?
16. July 2024
Geschichte
Mein Leben als Journalist - Interview-Serie auf Radio Marabu
Auf Radio Marabu erscheinen in lockerer Folge Teile eines Interviews, welches der Radiojournalist Marcel Fischer mit mir führte. Der Aufhänger des Interviews war mein neues Buch, "Mein Weg nach Russland". In dem Interview geht es um das Russland Bild in den deutschen Medien, Kündigungen durch deutsche Medien wegen der Art meiner Berichterstattung über den Ukraine-Krieg, meine linke Sozialisation Ende der 1960er/Anfang der 1970er Jahre, die Mitgliedschaft im Kommunistischen Bund, die Gründe, warum ich das Buch "Mein Weg nach Russland" geschrieben habe und die Resonanz auf das Buch während meiner Lesereise in Deutschland im Februar 2024. Weiterhin äußere ich mich zu meinem Buch über die westdeutschen KPD in der Zeit von 1945 bis 1951 sowie zu der Bedeutung antifaschistischer Filme in der DDR.
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Im Brennpunkt
4. January 2026
Aktuell
Neuer Trend in Russland: Eine ganz persönliche Geschichte aus dem Hier und Jetzt auf der Bühne (Nachdenkseiten)
In diesem Jahr machen in Russland gleich zwei bekannte Schauspielerinnen ihr eigenes Leben zum Thema von Theaterstücken: die Ballerina Anastasija Vinokur [1] und die Schauspielerin Irina Gorbatschowa. Das ist für Russland neu. Mancher wird es nicht glauben, aber die russische Kultur ist offen für Experimente. Sie entwickelt sich weiter. Wenn Schauspielerinnen auf der Bühne über ihren ganz persönlichen Werdegang, über ihre Probleme und Ängste sprechen, könnte man denken, das interessiert die Zuschauer nicht. Doch das Gegenteil ist der Fall. Irina Gorbatschowa zeigt ihr Stück „Warum ich?“ [2] nicht nur in Moskauer Theatern, sondern auch in der russischen Provinz. Von Ulrich Heyden.
7. November 2025
Aktuell
Ein ungewöhnlicher Theaterabend in Moskau: Eine russische Primaballerina erzählt ihre Lebensgeschichte (Globalbridge)
Die ehemalige Primaballerina des Bolschoi-Theaters, Anastasija Vinokur, hat etwas Erstaunliches zustande gebracht. Die 1985 in Moskau geborene Tänzerin präsentierte Ende Oktober im Moskauer Helikon-Theater das selbstproduzierte Schauspiel „Nit“ (Der Faden) (1). In dem Stück steht Vinokur meist allein auf der Bühne und erzählt über ihr Leben, von der Kindheit bis heute. Der Saal im Helikon-Theater war voll, der Applaus lang und herzlich. Selbstreflexionen bekannter Tänzer und Schauspielerinnen sind ein neuer Trend in Russland. Es gibt einen Bedarf an Orientierung in schwieriger Zeit. Schon im Frühjahr hatte auch die bekannte russische Schauspielerin Irina Gorbatschowa, geboren 1988 im Gebiet Donezk, das Stück „Warum ich?“ auf die Bühne gebracht. In dem Schauspiel erzählt Gorbatschowa ebenfalls über ihr Leben (2). Das kulturelle Leben in Russland entwickelt sich weiter. Der Krieg in der Ukraine tut dieser Entwicklung keinen Abbruch.
25. August 2013
Aktuell
Das russische Theater probt den Widerstand (der Freitag)
Moskau. Die Bühnen in der Hauptstadt waren immer konventionell. Aber nun greifen sie Themen der Protestbewegung auf. Und die Mittel- und Oberschicht klatscht Beifall
Video
2. April 2026
Aktuell
Kontokündigung - und wie geht es weiter?
Nach der Kündigung meines Kontos bei der Hamburger Sparkasse gab es viele Reaktionen von Freunden, Lesern, Zuschauern und Medien. In diesem Video zitiere ich aus einigen Kommentaren und mache ein paar Vorschläge, wie es weitergehen kann.
20. March 2026
Aktuell
Korrespondent Ulrich Heyden von Kontokündigung betroffen, weil er in ‚Hochrisikoland‘ Russland lebt (Nachdenkseiten)
Die Hamburger Sparkasse hat dem Russland-Korrespondenten Ulrich Heyden das Konto gekündigt. Der Herausgeber der NachDenkSeiten Albrecht Müller hat über diesen Vorgang mit Ulrich Heyden gesprochen. Man spürt in dem hiermit veröffentlichten Video etwas von der langen und bitteren Erfahrung mit Aktionen und mit der Propaganda gegen ein gutes und friedliches Verhältnis zwischen unseren Völkern. Schon zu Beginn der Existenz der Bundesrepublik Deutschland West war das Verhältnis zur damaligen Sowjetunion und damit eng verknüpft die Propaganda gegen Russland und die Russen ein ergiebiges Thema für die innenpolitische Auseinandersetzung. Diese Pflege der Feindseligkeit hat die Verständigung von 1990, den Fall der Mauer und den Deutschland-Besuch des russischen Präsidenten Putin im Jahr 2001 überdauert. Die Feindseligkeit lebt und die Freundschaft leidet. Nicht zu fassen!
28. February 2026
Aktuell
"Russifizierung" oder "Rückkehr nach Russland" Video-Reportage aus Mariupol
Im Januar 2026 besuchte ich die Stadt Mariupol. Organisiert wurde die Reise von der Gesellschaftskammer der russischen Stadt Iwanowo. Mit mir reisten zwei weißrussische Journalisten. Wir informierten uns über den Wiederaufbau der im Frühjahr 2022 schwer zerstörten Stadt. Wir fragten die Menschen, wie sie die militärischen Auseinandersetzungen im Frühjahr 2022 durchgestanden haben und wie sich der Übergang in ein neues Gesellschaftssystem anfühlt. War es eine "Russifizierung", wie große deutsche Medien behaupten, oder "eine Rückkehr nach Russland"? Wir besuchten das wiederaufgebaute Theater, das immer noch zerstörte Haus der Kultur des Stahlwerkes Iljitsch, welches jetzt wieder aufgebaut wird. Außerdem besichtigten wir eine modernisierte Schule und einen neuen Wohnkomplex mit 4.000 Wohnungen. Beide Objekte wurden bereits 2022 fertiggestellt.
Bücher
19. December 2023
Geschichte
"Mein Weg nach Russland. Erinnerungen eines Reporters" (2024)
Seit 30 Jahren lebt und arbeitet Ulrich Heyden in Russland, einem Land, das sein Vater als Wehrmachtsoffizier überfallen hat. Die gänzlich unterschiedliche Wahrnehmung Russlands, dargestellt in der Familiengeschichte des Autors, zieht sich als roter Faden durch das Buch. Dazu kommt die Frage, wie es passieren konnte, dass ein großer Teil der systemoppositionellen 68er sowie die ehemals pazifistische Partei „Die Grünen“ zu den stärksten Befürwortern eines Kriegsgangs gegen Russland wurden.
28. March 2022
Ukraine
"Der längste Krieg in Europa seit 1945" (2022)
Dieses Buch entstand nicht am Schreibtisch. Es ist das Buch eines Reporters, der in den Jahren 2014 bis 2022 als Korrespondent für deutschsprachige Medien im Kriegsgebiet Donbass unterwegs war. Wer verstehen will, wie der Krieg in der Ukraine began, kommt um das Buch "Der längste Krieg in Europa seit 1945. Augenzeugenberichte aus dem Donbass" nicht herum. Das Buch erschien im März 2022 bei tredition (Hamburg). Es ist das einzige deutschsprachige Buch eines Augenzeugen über die ersten acht Jahre Krieg im Donbass. "In den Interviews, die Heyden mit Bewohnern der beiden Volksrepubliken gemacht hat, wird vor allem eine Frage überdeutlich: Wieso weigern sich die demokratischen Staaten, den Mehrheitswillen der lokalen Bevölkerung zu akzeptieren? Wieso nehmen sie diesen Weg für eine friedliche Lösung nicht an?" (Katrin McClean, Schriftstellerin).
21. August 2020
Bücher
Wie Deutschland gespalten wurde. Die Politik der KPD 1945 bis 1951 (2020)
Bei den alljährlichen Feiern zur deutschen Einheit wird in den Hintergrund gedrängt, wie es eigentlich 1949 zur Gründung von zwei deutschen Staaten kam und welche Position die Kommunistische Partei Deutschlands zur Frage der deutschen Einheit vertrat. Kaum bekannt ist, dass die KPD, die 1947 in den Westzonen 320.000 Mitglieder hatte, eine der entschiedensten Kräfte war, die für die deutsche Einheit und gegen die Gründung eines "westdeutschen Separatstaates" eintrat. Mit ihren Aktivitäten auf den Gebieten Entnazifizierung, Kampf gegen den Hunger, Wiederaufbau und Sozialisierung der Schlüsselindustrien leistete die KPD einen wichtigen Beitrag für den Aufbau der Demokratie in Westdeutschland.
Foto
28. September 2025
Foto
Foto-Reportage aus dem Gebiet Kursk
Hier meine Fotos von einer Reise durch das russische Grenzgebiet Kursk im Mai 2025. Schönes mischte sich mit Schrecklichem. Kursk ist eine weitgehend intakte, sehr gepflegte Stadt. Aber es gibt von Drohnen zerbombte Mehrfamilienhäuser. Berührend waren die Gespräche mit den Menschen, die durch Drohnen ausgebombt worden waren. Viele von Ihnen waren durch Glück mit dem Leben davongekommen. Raissa Klujewa, eine Rentnerin aus Kursk, erzählte, sie sei am 15. April 2025 von einer Drohne aus dem Schlaf gerissen worden. Sie habe sich noch ein Karton mit ihren Ausweisen schnappen können, um dann über eine Treppe, die mit Glasscherben übersät war, in den Hof zu flüchten. "Der 15. April war für uns alle wie ein zweiter Geburtstag."
7. April 2025
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Die Gründung der Volksrepublik Donezk am 7. April 2014
Im Frühjahr 2014 besuchte ich Donezk. Ich wollte wissen, wie der Südosten der Ukraine auf den Staatsstreich in Kiew reagiert. Am 6. April besetzten Aktivisten der Autonomiebewegung Verwaltungsgebäude in Charkow, Lugansk und Donezk. Im März besuchte ich eine Straßenwache, welche an einer Fernstraße zwischen Lugansk und Donezk Ausschau nach anrückendem ukrainischen Militär und Rechtem Sektor. Auf einer Kundgebung in Donezk auf dem Lenin-Platz herrschte eine kämpferisch-fröhliche Stimmung. Einige hielten Transparente auf denen die Rückkehr von Präsident Janukowitsch gefordert wurde.
22. March 2024
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Präsidentschaftswahlen - Wahllokale in Moskau
Am 15., 16. und 17. März 2024 besuchte ich drei Wahllokale im Westen Moskaus, um einen Eindruck zu bekommen, wie die Präsidentschaftswahlen ablaufen. Nach meinem Eindruck lief alles korrekt und ohne Zwischenfälle. An den ersten beiden Tagen war ich abends um 18 Uhr in den Wahllokalen. Der Besuch war mäßig. Starken Besuch erlebte ich am letzten Tag der Wahl, den 17. März um die Mittagszeit. Die Wahllokale befanden sich in der Kastanajewskaja- und der Oleko-Dunditscha-Straße.