Ulrich Heyden
Journalist - Moskau - Berichte, Analysen & Videos
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Ukraine
5. July 2018
Ukraine: Scharfschützen gegen Zivilisten
An ruhigen Schlaf ist im Dorf Sajzewo nicht zu denken. Die ukrainischen Granatwerfer schießen nachts und tagsüber die ukrainischen Scharfschützen. Die beiden Frauen Anna und Raja erzählen, unter welchen Bedingungen sie im Dorf Sajzewo leben. Ein Teil des Dorfes steht unter ukrainischer Kontrolle, ein anderer Teil gehört zu der international nicht anerkannten Volksrepublik Donezk.
5. July 2018
"Volksrepublik Donezk": Besuch an der Front (RT DE)
Am Westrand der international nicht anerkannten Volksrepublik Donezk, nicht weit vom Dorf Aleksandrowka, hat sich am Rande eines Feldes, zwischen Büschen und Bäumen, das Bataillon Schachtjorski in die Erde eingegraben.
1. July 2018
Deutschland hat etwas zu verbergen! Journalist rechnet mit deutscher Ukraine-Politik ab
Eine Konferenz der Linksfraktion in Juni mit hochrangiger Beteiligung prangerte die Verfolgung von Journalisten und Menschenrechtsverletzungen in der Ukraine an. Auch ich hielt einen Beitrag.
22. June 2018
Preis für Meinungsfreiheit in der Ukraine
Die ukrainische Aktivistin Alla Ratuschna stellte in Kiew eine Initiative zum Schutz "der letzten Reste von Medienfreiheit" vor
20. June 2018
Die Ukraine, Minenfeld für deutsche Medien
Eine Konferenz im Bundestag, veranstaltet von der Linksfraktion, zu "Medienfreiheit und Menschenrechten in der Ukraine" hatte prominente Teilnehmer. Doch große deutsche Medien berichteten nicht.
11. June 2018
Rede von Ulrich Heyden im Bundestag: Deutsche Medien haben Angst vor der Wahrheit in der Ukraine
Die deutsche Elite hat aus der Ukraine einen heiligen Ort gemacht, wo es zwar Fehler gibt, das neue System aber auf dem richtigen Weg ist und nichts wirklich Demokratie-gefährdendes passiert. Überarbeitete Fassumg meiner Rede auf der Ukraine-Menschenrechtskonferenz der Partei "Die Linke" im Deutschen Bundestag am 11. Juni 2018
9. June 2018
Präsident der Volksrepublik Donezk im Exklusiv-Interview: OSZE hält Minsker Abkommen nicht ein
Anfang Juni 2018 beantwortete Aleksandr Sachartschenko, Präsident der "Volksrepublik Donezk" (DNR), mir in einem Interview für RT deutsch Fragen zu einem möglichen Großangriff der Ukraine. Er nannte Bedingungen für die Stationierung einer UN-Truppe in der DNR, sprach über die Unterstützung der "Volksrepublik" durch Russland, über das Wirtschaftspotential der DNR und das Problem der Nichtanerkennung. Am 31. August 2018 wurde Sachartschenko durch einen Bombenanschlag ukrainischer Militärs getötet.
22. May 2018
Donbass: Noch ein Donezk-Kommandeur durch ukrainische Armee getötet
In der Nacht auf Freitag starb Oleg Mamijew an den Splittern einer ukrainischen Panzergranate.
9. May 2018
Frieden wird gemacht
Friedensaktivisten unterstützen die „Volksrepublik Lugansk“.
6. May 2018
Odessa-Pogrom im Film
Über die Brandangriffe auf das Gewerkschaftshaus in Odessa am 2.
3. May 2018
Vier Jahre danach: Die grausame Menschen-Jagd von Odessa ist noch immer nicht aufgeklärt
Auch vier Jahre nach dem Brand im Gewerkschaftshaus von Odessa, bei dem 42 Menschen starben, steht keiner der Brandstifter vor Gericht. Am 2. Mai 2014 verbrannten und erstickten im Gewerkschaftshaus von Odessa mehrere Dutzend Menschen. Weitere starben auch nach ihrem Sprung aus dem Fenster. Ein ultranationalistischer Mob hat das Gebäude mit Molotow-Cocktails in Brand gesteckt – der Film "Lauffeuer" zeichnet die Ereignisse nach. Über einen Seiteneingang war der Mob zudem mit Knüppeln in das Gebäude gestürmt und hatte Jagd auf Regierungskritiker gemacht, die in Büros Schutz gesucht hatten.
30. April 2018
Kiewer Gericht fürchtet unbequeme Zeugen zum Machtwechsel
Der ehemalige Ministerpräsident der Ukraine Mykola Asarow und andere Funktionsträger der gestürzten ukrainischen Regierung dürfen nicht im Landesverrats-Prozess gegen Ex-Präsidenten Wiktor Janukowytsch vor dem Kiewer Obolon-Gericht aussagen.
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Im Brennpunkt
4. January 2026
Aktuell
Neuer Trend in Russland: Eine ganz persönliche Geschichte aus dem Hier und Jetzt auf der Bühne (Nachdenkseiten)
In diesem Jahr machen in Russland gleich zwei bekannte Schauspielerinnen ihr eigenes Leben zum Thema von Theaterstücken: die Ballerina Anastasija Vinokur [1] und die Schauspielerin Irina Gorbatschowa. Das ist für Russland neu. Mancher wird es nicht glauben, aber die russische Kultur ist offen für Experimente. Sie entwickelt sich weiter. Wenn Schauspielerinnen auf der Bühne über ihren ganz persönlichen Werdegang, über ihre Probleme und Ängste sprechen, könnte man denken, das interessiert die Zuschauer nicht. Doch das Gegenteil ist der Fall. Irina Gorbatschowa zeigt ihr Stück „Warum ich?“ [2] nicht nur in Moskauer Theatern, sondern auch in der russischen Provinz. Von Ulrich Heyden.
7. November 2025
Aktuell
Ein ungewöhnlicher Theaterabend in Moskau: Eine russische Primaballerina erzählt ihre Lebensgeschichte (Globalbridge)
Die ehemalige Primaballerina des Bolschoi-Theaters, Anastasija Vinokur, hat etwas Erstaunliches zustande gebracht. Die 1985 in Moskau geborene Tänzerin präsentierte Ende Oktober im Moskauer Helikon-Theater das selbstproduzierte Schauspiel „Nit“ (Der Faden) (1). In dem Stück steht Vinokur meist allein auf der Bühne und erzählt über ihr Leben, von der Kindheit bis heute. Der Saal im Helikon-Theater war voll, der Applaus lang und herzlich. Selbstreflexionen bekannter Tänzer und Schauspielerinnen sind ein neuer Trend in Russland. Es gibt einen Bedarf an Orientierung in schwieriger Zeit. Schon im Frühjahr hatte auch die bekannte russische Schauspielerin Irina Gorbatschowa, geboren 1988 im Gebiet Donezk, das Stück „Warum ich?“ auf die Bühne gebracht. In dem Schauspiel erzählt Gorbatschowa ebenfalls über ihr Leben (2). Das kulturelle Leben in Russland entwickelt sich weiter. Der Krieg in der Ukraine tut dieser Entwicklung keinen Abbruch.
25. August 2013
Aktuell
Das russische Theater probt den Widerstand (der Freitag)
Moskau. Die Bühnen in der Hauptstadt waren immer konventionell. Aber nun greifen sie Themen der Protestbewegung auf. Und die Mittel- und Oberschicht klatscht Beifall
Video
18. July 2026
Aktuell
Regisseur Domke-Schulz war Jury-Mitglied beim 35. Filmfestival "Goldener Recke" auf der Krim
Vom 22. bis zum 30. Mai 2026 fand Sewastopol auf der Krim das 35. Filmfestival Solotoi Witjas (Goldener Recke) statt. Der deutsche Regisseur und Filmemacher Wilhelm Domke-Schulz war zum wiederholten Mal Mitglied der Jury. Ein Film von Domke-Schulz über internationale Wahlbeobachter in dem von Russland kontrollierten Gebiet Saporoschje wurde auf dem Festival gezeigt. Domke-Schulz berichtet über seine Eindrücke und inwieweit ukrainischer Drohnen- und Raketenbeschuss das Festival behinderte.
7. July 2026
Aktuell
Deutscher besuchte von ukrainischen Drohnen zerstörtes Schülerwohnheim in Starobelsk (Video-Interview)
Der deutsche Aktivist Marco Leo Samm aus Freiburg im Breisgau besuchte Anfang Juni das Wohnheim und das College von Starobelsk, wo am 22. Mai 21 Schüler durch ukrainische Drohnen getötet wurden. Ich habe Samm über seine Eindrücke interviewt. In den vergangenen vier Wochen wurden das russische Kernland und die von Russland eroberten Regionen fast täglich von ukrainischen Drohnenattacken gegen zivile Ziele, Schulen, Autobusse und Privathäuser überzogen. Diese Massivität erinnert an die Jahre 2014 bis 2021, als die ukrainische Armee und rechtsradikale Bataillone Wohngebiete in den 2014 auf Basis des von der UNO garantierten Selbstbestimmungsrechts der Völker gegründeten Volksrepubliken Donezk und Lugansk mit Artillerie, Raketen und Suchoi-Kampfflugzeugen beschossen.
9. June 2026
Aktuell
Oни хотели перекрыт мне кислород (Интервью Патрика Бааба)
Журналист и военный корреспондент Ульрих Хайден живёт в Москве с 1992 года. Он знает реальность в России и на Украине из собственного многолетнего опыта — перспектива, которая часто резко контрастирует с местными СМИ. Его опыт поднимает тревожный вопрос: создаётся ли в Германии целенаправленно образ врага, чтобы подготовить население к новой войне с Россией?
Bücher
19. December 2023
Geschichte
"Mein Weg nach Russland. Erinnerungen eines Reporters" (2024)
Seit 30 Jahren lebt und arbeitet Ulrich Heyden in Russland, einem Land, das sein Vater als Wehrmachtsoffizier überfallen hat. Die gänzlich unterschiedliche Wahrnehmung Russlands, dargestellt in der Familiengeschichte des Autors, zieht sich als roter Faden durch das Buch. Dazu kommt die Frage, wie es passieren konnte, dass ein großer Teil der systemoppositionellen 68er sowie die ehemals pazifistische Partei „Die Grünen“ zu den stärksten Befürwortern eines Kriegsgangs gegen Russland wurden.
28. March 2022
Ukraine
"Der längste Krieg in Europa seit 1945" (2022)
Dieses Buch entstand nicht am Schreibtisch. Es ist das Buch eines Reporters, der in den Jahren 2014 bis 2022 als Korrespondent für deutschsprachige Medien im Kriegsgebiet Donbass unterwegs war. Wer verstehen will, wie der Krieg in der Ukraine began, kommt um das Buch "Der längste Krieg in Europa seit 1945. Augenzeugenberichte aus dem Donbass" nicht herum. Das Buch erschien im März 2022 bei tredition (Hamburg). Es ist das einzige deutschsprachige Buch eines Augenzeugen über die ersten acht Jahre Krieg im Donbass. "In den Interviews, die Heyden mit Bewohnern der beiden Volksrepubliken gemacht hat, wird vor allem eine Frage überdeutlich: Wieso weigern sich die demokratischen Staaten, den Mehrheitswillen der lokalen Bevölkerung zu akzeptieren? Wieso nehmen sie diesen Weg für eine friedliche Lösung nicht an?" (Katrin McClean, Schriftstellerin).
21. August 2020
Bücher
Wie Deutschland gespalten wurde. Die Politik der KPD 1945 bis 1951 (2020)
Bei den alljährlichen Feiern zur deutschen Einheit wird in den Hintergrund gedrängt, wie es eigentlich 1949 zur Gründung von zwei deutschen Staaten kam und welche Position die Kommunistische Partei Deutschlands zur Frage der deutschen Einheit vertrat. Kaum bekannt ist, dass die KPD, die 1947 in den Westzonen 320.000 Mitglieder hatte, eine der entschiedensten Kräfte war, die für die deutsche Einheit und gegen die Gründung eines "westdeutschen Separatstaates" eintrat. Mit ihren Aktivitäten auf den Gebieten Entnazifizierung, Kampf gegen den Hunger, Wiederaufbau und Sozialisierung der Schlüsselindustrien leistete die KPD einen wichtigen Beitrag für den Aufbau der Demokratie in Westdeutschland.
Foto
2. June 2026
Foto
Russische Kommunisten und ihre Gäste, 3. Antifaschistisches Forum
Russische Kommunisten und ihre Gäste. Wer mit wem gesprochen, wer neben wem gesessen und wer sich mit wem hat fotografieren lassen. Ein bisschen Material für den Tratsch. Bilder vom 3. Antifaschistischen Forum der KPRF im Moskauer Hotel Ritz Carlton, 24. Mai 2026.
28. September 2025
Foto
Foto-Reportage aus dem Gebiet Kursk
Hier meine Fotos von einer Reise durch das russische Grenzgebiet Kursk im Mai 2025. Schönes mischte sich mit Schrecklichem. Kursk ist eine weitgehend intakte, sehr gepflegte Stadt. Aber es gibt von Drohnen zerbombte Mehrfamilienhäuser. Berührend waren die Gespräche mit den Menschen, die durch Drohnen ausgebombt worden waren. Viele von Ihnen waren durch Glück mit dem Leben davongekommen. Raissa Klujewa, eine Rentnerin aus Kursk, erzählte, sie sei am 15. April 2025 von einer Drohne aus dem Schlaf gerissen worden. Sie habe sich noch ein Karton mit ihren Ausweisen schnappen können, um dann über eine Treppe, die mit Glasscherben übersät war, in den Hof zu flüchten. "Der 15. April war für uns alle wie ein zweiter Geburtstag."
7. April 2025
Foto
Die Gründung der Volksrepublik Donezk am 7. April 2014
Im Frühjahr 2014 besuchte ich Donezk. Ich wollte wissen, wie der Südosten der Ukraine auf den Staatsstreich in Kiew reagiert. Am 6. April besetzten Aktivisten der Autonomiebewegung Verwaltungsgebäude in Charkow, Lugansk und Donezk. Im März besuchte ich eine Straßenwache, welche an einer Fernstraße zwischen Lugansk und Donezk Ausschau nach anrückendem ukrainischen Militär und Rechtem Sektor. Auf einer Kundgebung in Donezk auf dem Lenin-Platz herrschte eine kämpferisch-fröhliche Stimmung. Einige hielten Transparente auf denen die Rückkehr von Präsident Janukowitsch gefordert wurde.