Ulrich Heyden
Journalist - Moskau - Berichte, Analysen & Videos
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Aktuell
11. February 2021
Hexenjagd auf ukrainische Journalisten (Nachdenkseiten)
Ein ukrainischer Ultranationalist hat eine „Schwarze Liste“ von 1.500 Fernsehjournalisten erstellt, deren Kanäle wegen „Propaganda“ von Präsident Wolodymir Selenski abgestellt wurden. Das Desinteresse der deutschen Medien an diesen Entwicklungen in der Ukraine ist erschreckend. Aus Moskau berichtet Ulrich Heyden.
4. February 2021
Ukraine im Zangengriff von Ultranationalisten und Pressezensur (Telepolis)
Kiewer Schriftstellerin erhält Drohungen nach Kritik an neuem Sprachengesetz. Fall ist symptomatisch für zunehmende Einschüchterung Andersdenkender in der Ukraine. Wer am Mittwoch in der Ukraine einen der drei oppositionellen Fernsehsender einschaltete, der sah nur ein Testbild. Auf Anweisung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenski waren in der Nacht auf Mittwoch die Fernseh-Kanäle 112, NewsOne und ZIK abgeschaltet worden. Die Entscheidung des Präsidenten stützte sich auf eine Erklärung des Ukrainischen Sicherheitsrates, der finanzielle Sanktionen gegen Taras Kosak, den Besitzer zahlreicher ukrainischer Fernsehkanäle, gefordert hatte.
1. February 2021
Wenn Maschinen Menschen kontrollieren – Erfahrungen mit der häuslichen Corona-Quarantäne in Moskau (Nachdenkseiten)
Wer in Moskau eine leichte Corona-Erkrankung in häuslicher Quarantäne auskuriert, muss sich mehrmals am Tag über eine Corona-App und ein Selfie „identifizieren“. Unser Autor berichtet, warum es gegen die App Proteste gibt. Von Ulrich Heyden, Moskau. Bis vor kurzem dachte ich, ich könnte die Corona-Krise in meiner Moskauer Wohnung locker überstehen. Diese meine Erwartung änderte sich in der zweiten Januar-Woche. Mir war übel und ich bekam 38,5 Grad Fieber. Nach ein paar Tagen klangen die Symptome wieder ab.
1. February 2021
Russland: Nawalny-Bewegung verliert an Kraft (Telepolis)
Polizei schritt gegen nicht genehmigte Demonstrationen massiv ein. Weniger Teilnehmer bei landesweiten Protesten am Sonntag als beim letzten Aktionstag am 23. Januar. Anhängern von Alexej Nawalny in Russland ist es nicht gelungen, die Proteste für die Freilassung des Oppositionspolitikers auszuweiten. Am Sonntag gingen in Russland weniger Nawalny-Anhänger auf die Straße als am letzten Protesttag am 23. Januar, meldete das liberal-oppositionelle Radio Echo Moskwy. In Moskau hätten am Sonntag 3.000 Menschen demonstriert.
25. January 2021
Was die Bundesregierung zu Repressionen gegen russische Linke sagt (Nachdenkseiten)
Bundestagsabgeordnete der Partei Die LINKE wollten von der Bundesregierung wissen, wie sie die staatlichen Repression gegen bekannte russische Linke beurteilt und wie es mit den sozialen Menschenrechten in Russland aussieht. In ihrer Antwort vermeidet die Bundesregierung das Wort „links“ und ist auch ansonsten sehr wortkarg. Aus Moskau berichtet Ulrich Heyden. Umfassende Informationen über Russland zu erhalten, ist in Deutschland sehr schwierig. Denn seit Wladimir Putin in Russland an der Macht ist und insbesondere seit der Ukraine-Krise, haben die großen deutschen Medien den Informationskorridor aus Russland eingeengt auf die Themen Putin, Navalny und Proteste der Liberalen.
23. January 2021
Goldene Kloschüsseln (der Freitag)
Russland - Alexei Nawalnys Film über die angeblichen Präsidentenresidenz bei Gelendschik am Schwarzen Meer wirkt wie ein Fanfarenstoß. Er soll das Ende der Putin-Ära einleiten. Der Sturm auf die Zentralen der Macht in Russland ist gut durchgeplant. Zwei Tage nach der Rückkehr von Alexei Nawalny und seiner Verurteilung zu 30 Tagen Haft erscheint im Internet sein neuer Film über Putins angebliches Palais am Schwarzen Meer. Unmittelbar danach wird über das bei Jugendlichen beliebte Videoportal TikTok zu Demonstrationen in russischen Städten am 23. Januar aufgerufen. Hauptlosung: „Freiheit für Nawalny“. Russische Eltern fühlen sich überrumpelt.
22. January 2021
Jede Menge Patrioten (der Freitag)
Alexei Nawalny - In Russland wird der Fall um den inhaftierten Oppositionellen anders wahrgenommen, als man in Deutschland glaubt. Die schärfsten Kommentare zur Rückkehr Alexei Nawalnys kamen nicht von der Regierung. Die Oppositionsparteien in der Duma – die KP, die Liberaldemokraten, die Partei „Gerechtes Russland“ – legten sich ins Zeug. Das ist symptomatisch, der Fall Nawalny wird in Russland anders wahrgenommen, als man in Deutschland glaubt.
19. January 2021
На смену Ангеле Меркель идёт Армин Лашет (Newsfront)
Корреспондент немецкой газеты «Фрайтаг» Ульрих Хайден комментирует актуальные события в Германии. "Христианско-демократическая партия, можно сказать, разделена на два крыла. Одно крыло представляет Фридрих Мерц — жесткий предприниматель, лоббист, входит в состав одного и американских фондов. Другое крыло представляет Армин Лашет, который по русским меркам может показаться слишком либеральным". В студии программы «На самом деле» агентства News Front корреспондент немецкой газеты «Фрайтаг» Ульрих Хайден и постоянный ведущий программы — Сергей Веселовский.
15. January 2021
Friedensbringer Wirtschaft (der Freitag)
Bergkarabach Der Krieg um die Kaukasus-Region ist vorüber, der Streit darum nicht. Putins zukünftige Diplomatie könnte auch Folgen für den Westen haben. Der Krieg um Bergkarabach ist vorbei, der Konflikt um die international nicht anerkannte armenische Kaukasusenklave, die im Herbst größtenteils wieder an Aserbaidschan ging, noch nicht. Deshalb traf Präsident Putin zu Wochenbeginn Ilham Alijew, den Präsidenten Aserbaidschans, und den armenischen Premier Nikol Paschinjan im Kreml.
13. January 2021
Nawalny will umgehend zurück nach Russland (Telepolis)
Liberale und Linke in Moskau hoffen, dass sich der russische Machtapparat an der Frage Nawalny spaltet. Der russische Oppositionspolitiker Aleksej Nawalny hat am Mittwochvormittag angekündigt, am 17. Januar mit einer Maschine der russischen Fluggesellschaft Pobeda nach Moskau zurückkehren. Nachdem sportlichen Morgentraining habe er verstanden, dass er "fast gesund" sei und "nach Hause zurückkehren" könne.
13. January 2021
Bergkarabach: Man setzt auf Russland - Augenzeugenbericht vor Hintergrund des Treffens im Kreml (SNA)
Unter Vermittlung Wladimir Putins haben Aserbaidschan und Armenien bei ihrem Treffen in Moskau ein Wiederaufbau-Programm vereinbart. Ulrich Heyden, Buchautor und freier Moskau-Korrespondent mehrerer deutschsprachiger Medien besuchte Bergkarabach, als der sechs-Wochen-Krieg zu Ende war, aber noch unklar war, wie es mit der Region weitergeht. Aserbaidschan habe es nicht geschafft, Karabach einzunehmen, so der deutsche Journalist im SNA-Gespräch, wolle einen eigenständigen Status des Gebietes aber auf keinen Fall zulassen. In einem Café sprach er mit einem 27-jährigen Mann, der acht Jahre Zeitsoldat bei der Karabach-Armee war und durch seine Kriegserlebnisse viel älter schien.
13. January 2021
Борис Кагарлицкий о деле Алексей Навального
Российский социолог Борис Кагарлицкий, главный редактор портала Rabkor.ru, отвечает на вопросы Ульриха Хайдена о якобы отравлении Алексея Навального. Интервью проводилось по телефону 30 декабря 2020 года. Кагарлицкий считает возможным, что за Навальным следили две группы российских спецслужб. В то время как одна группа следила только за оппозиционным политиком, вторая группа могла быть причастна к отравлению. Отравление Навального могло только навредить Путину. По мнению социолога, за атакой с ядом, вероятно, стоят российские олигархи, которые устали жить под западными санкциями и хотят нового президента.
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Im Brennpunkt
4. January 2026
Aktuell
Neuer Trend in Russland: Eine ganz persönliche Geschichte aus dem Hier und Jetzt auf der Bühne (Nachdenkseiten)
In diesem Jahr machen in Russland gleich zwei bekannte Schauspielerinnen ihr eigenes Leben zum Thema von Theaterstücken: die Ballerina Anastasija Vinokur [1] und die Schauspielerin Irina Gorbatschowa. Das ist für Russland neu. Mancher wird es nicht glauben, aber die russische Kultur ist offen für Experimente. Sie entwickelt sich weiter. Wenn Schauspielerinnen auf der Bühne über ihren ganz persönlichen Werdegang, über ihre Probleme und Ängste sprechen, könnte man denken, das interessiert die Zuschauer nicht. Doch das Gegenteil ist der Fall. Irina Gorbatschowa zeigt ihr Stück „Warum ich?“ [2] nicht nur in Moskauer Theatern, sondern auch in der russischen Provinz. Von Ulrich Heyden.
7. November 2025
Aktuell
Ein ungewöhnlicher Theaterabend in Moskau: Eine russische Primaballerina erzählt ihre Lebensgeschichte (Globalbridge)
Die ehemalige Primaballerina des Bolschoi-Theaters, Anastasija Vinokur, hat etwas Erstaunliches zustande gebracht. Die 1985 in Moskau geborene Tänzerin präsentierte Ende Oktober im Moskauer Helikon-Theater das selbstproduzierte Schauspiel „Nit“ (Der Faden) (1). In dem Stück steht Vinokur meist allein auf der Bühne und erzählt über ihr Leben, von der Kindheit bis heute. Der Saal im Helikon-Theater war voll, der Applaus lang und herzlich. Selbstreflexionen bekannter Tänzer und Schauspielerinnen sind ein neuer Trend in Russland. Es gibt einen Bedarf an Orientierung in schwieriger Zeit. Schon im Frühjahr hatte auch die bekannte russische Schauspielerin Irina Gorbatschowa, geboren 1988 im Gebiet Donezk, das Stück „Warum ich?“ auf die Bühne gebracht. In dem Schauspiel erzählt Gorbatschowa ebenfalls über ihr Leben (2). Das kulturelle Leben in Russland entwickelt sich weiter. Der Krieg in der Ukraine tut dieser Entwicklung keinen Abbruch.
25. August 2013
Aktuell
Das russische Theater probt den Widerstand (der Freitag)
Moskau. Die Bühnen in der Hauptstadt waren immer konventionell. Aber nun greifen sie Themen der Protestbewegung auf. Und die Mittel- und Oberschicht klatscht Beifall
Video
12. October 2026
Aktuell
Duma, Drohnen, Demokratie (Manova)
Im Manova-Gespräch mit Walter van Rossum schildern Ulrich Heyden, Flo Osrainik und Nicolas Riedl ihre Beobachtungen der zurückliegenden Parlamentswahl Russlands und skizzieren das dortige Stimmungsbild hinsichtlich Krieg und Frieden.
25. September 2026
Aktuell
Германия решила повторить? #УльрихХайден #ДмитрийДанилов (Спец)
14. September 2026
Aktuell
Wahlen in Russland: Gefahr für Putin? (Weltnetz.tv)
Wie stabil ist Putins Macht angesichts der Wahlen in Russland? Journalist Ulrich Heyden berichtet aus Moskau über das Wahlsystem, die wichtigsten Parteien und die Stimmung in der Bevölkerung. Im Gespräch geht es um wirtschaftliche Sorgen, den Ukrainekrieg, das Verhältnis zum Westen und die Frage, ob sich an der politischen Dominanz von Einiges Russland etwas ändern könnte.
Bücher
19. December 2023
Geschichte
"Mein Weg nach Russland. Erinnerungen eines Reporters" (2024)
Seit 30 Jahren lebt und arbeitet Ulrich Heyden in Russland, einem Land, das sein Vater als Wehrmachtsoffizier überfallen hat. Die gänzlich unterschiedliche Wahrnehmung Russlands, dargestellt in der Familiengeschichte des Autors, zieht sich als roter Faden durch das Buch. Dazu kommt die Frage, wie es passieren konnte, dass ein großer Teil der systemoppositionellen 68er sowie die ehemals pazifistische Partei „Die Grünen“ zu den stärksten Befürwortern eines Kriegsgangs gegen Russland wurden.
28. March 2022
Ukraine
"Der längste Krieg in Europa seit 1945" (2022)
Dieses Buch entstand nicht am Schreibtisch. Es ist das Buch eines Reporters, der in den Jahren 2014 bis 2022 als Korrespondent für deutschsprachige Medien im Kriegsgebiet Donbass unterwegs war. Wer verstehen will, wie der Krieg in der Ukraine began, kommt um das Buch "Der längste Krieg in Europa seit 1945. Augenzeugenberichte aus dem Donbass" nicht herum. Das Buch erschien im März 2022 bei tredition (Hamburg). Es ist das einzige deutschsprachige Buch eines Augenzeugen über die ersten acht Jahre Krieg im Donbass. "In den Interviews, die Heyden mit Bewohnern der beiden Volksrepubliken gemacht hat, wird vor allem eine Frage überdeutlich: Wieso weigern sich die demokratischen Staaten, den Mehrheitswillen der lokalen Bevölkerung zu akzeptieren? Wieso nehmen sie diesen Weg für eine friedliche Lösung nicht an?" (Katrin McClean, Schriftstellerin).
21. August 2020
Bücher
Wie Deutschland gespalten wurde. Die Politik der KPD 1945 bis 1951 (2020)
Bei den alljährlichen Feiern zur deutschen Einheit wird in den Hintergrund gedrängt, wie es eigentlich 1949 zur Gründung von zwei deutschen Staaten kam und welche Position die Kommunistische Partei Deutschlands zur Frage der deutschen Einheit vertrat. Kaum bekannt ist, dass die KPD, die 1947 in den Westzonen 320.000 Mitglieder hatte, eine der entschiedensten Kräfte war, die für die deutsche Einheit und gegen die Gründung eines "westdeutschen Separatstaates" eintrat. Mit ihren Aktivitäten auf den Gebieten Entnazifizierung, Kampf gegen den Hunger, Wiederaufbau und Sozialisierung der Schlüsselindustrien leistete die KPD einen wichtigen Beitrag für den Aufbau der Demokratie in Westdeutschland.
Foto
19. September 2026
Aktuell
Kirgistan 2026
Im April 2026 besuchte ich die Hauptstadt von Kirgistan, Bischkek. Danach machte ich eine Reise rund um den Bergsee Issyk-Kul. Die Junge Welt veröffentliche meine Reisereportage.
2. June 2026
Foto
Russische Kommunisten und ihre Gäste, 3. Antifaschistisches Forum
Russische Kommunisten und ihre Gäste. Wer mit wem gesprochen, wer neben wem gesessen und wer sich mit wem hat fotografieren lassen. Ein bisschen Material für den Tratsch. Bilder vom 3. Antifaschistischen Forum der KPRF im Moskauer Hotel Ritz Carlton, 24. Mai 2026.
28. September 2025
Foto
Foto-Reportage aus dem Gebiet Kursk
Hier meine Fotos von einer Reise durch das russische Grenzgebiet Kursk im Mai 2025. Schönes mischte sich mit Schrecklichem. Kursk ist eine weitgehend intakte, sehr gepflegte Stadt. Aber es gibt von Drohnen zerbombte Mehrfamilienhäuser. Berührend waren die Gespräche mit den Menschen, die durch Drohnen ausgebombt worden waren. Viele von Ihnen waren durch Glück mit dem Leben davongekommen. Raissa Klujewa, eine Rentnerin aus Kursk, erzählte, sie sei am 15. April 2025 von einer Drohne aus dem Schlaf gerissen worden. Sie habe sich noch ein Karton mit ihren Ausweisen schnappen können, um dann über eine Treppe, die mit Glasscherben übersät war, in den Hof zu flüchten. "Der 15. April war für uns alle wie ein zweiter Geburtstag."