Ulrich Heyden
Journalist - Moskau - Berichte, Analysen & Videos
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12. July 2022
Moskau
Sommerevent der Moskauer Fahrradfahrer
Mehrmals im Jahr werden Teile der Moskauer Innenstadt für den Autoverkehr gesperrt und für Veranstaltungen der Fahrradfahrer freigegegeben. Als begeisterter Zweiradfahrer war ich am 9. Juli 2022 erstmals Teilnehmer eines "Velo-Festes". 25.000 Menschen nahmen diesmal teil.
3. June 2022
Wirtschaft
"Europa ist auf eine Hungersnot nicht vorbereitet" – Ulrich Heyden im Interview (RT DE)
Der freie Journalist Ulrich Heyden spricht mit uns über die EU-Sanktionen gegen Russland und deren Folgen für die EU selbst, aber auch für den Rest der Welt: Inwiefern stellen die Sanktionspakete die EU politisch vor eine Zerreißprobe? Wie effektiv sind diese Sanktionen überhaupt? Und droht jetzt neben der Energiekrise auch eine weltweite Hungersnot?
3. June 2022
Wirtschaft
Sanktionen als Chance (Overton)
Durch die Sanktionen des Westens wird der Lebensstandard der einfachen Russen deutlich sinken. Wird Russland jetzt wie China eine mehr nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik machen? Zwischen Russland und dem Westen ist ein beispielloser Wirtschaftskrieg ausgebrochen. Die USA verweigern Russland Auslandsschulden zurückzuzahlen und beschlagnahmen russische Konten. Der Wirtschaftsexperte und Duma-Abgeordnete der Partei Gerechtes Russland Michail Deljagin fordert, Russland müsse mit gleicher Münze zahlen und westliche Aktiva und Firmen in Russland beschlagnahmen.
24. May 2022
Geschichte
Verbote und Propaganda (Junge Welt)
77 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus: Eindrücke von einem Besuch in Deutschland rund um den 8. und 9. Mai
23. May 2022
Geschichte
Der deutsche Irrweg in die Ukraine
Die Tage um den 8. Mai, dem Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus, erlebte ich dieses Jahr in Berlin und Hamburg. Ich war am Sowjetischen Ehrenmal im Treptower Park, streifte durch Berlin und sprach mit Menschen über Russen-Hass. In Hamburg hielt ich auf einer Demo der Impfpflicht- und Kriegsgegner eine Rede. Diese Videoreportage enthält eine Zusammenfassung meiner Eindrücke und Gespräche.
10. May 2022
Geschichte
Dietmar Bartsch (Die Linke) zum 8. Mai und zur Ukraine
Im Treptow-Park in Berlin nahm Dietmar Bartsch, einer der Vorsitzenden der Partei Die Linke, am 8. Mai 2022 im Interview mit mir Stellung zur Befreiung vom deutschen Faschismus 1945 und zum Krieg in der Ukraine.
3. May 2022
Parteien
Meer von roten Fahnen (Junge Welt)
Der 1. Mai in Russland wird vom russischen Gewerkschaftsdachverband FNPR traditionell als fröhliches Frühlingsfest mit gemäßigten sozialen Forderungen begangen. Dieses Jahr wurde der Feiertag allerdings politisch. In vielen Städten demonstrierten die Gewerkschaften unter der Parole »Für Frieden, für Arbeit, für Mai!« Auf Russisch wurde das weiche »S« (з) des Wortes »sa« (deutsch »für«) durch ein lateinisches »Z« ausgetauscht.
8. April 2022
In eigener Sache 2
In den letzten Tagen habe ich zahlreiche Zuschriften erhalten, in denen Leser Ihr Unverständnis und Ihren Protest gegen meinen Rauswurf bei der Wochenzeitung "der Freitag" ausdrückten. Einige Briefschreiber waren mit der Veröffentlichung ihrer Zeilen einverstanden. Vielen Dank! Angehängt habe ich auch Pressestimmen zu meinem Rauswurf.
20. March 2022
Wirtschaft
„Der Nagel im Sarg des Kommunismus“ (Nachdenkseiten)
Vor 30 Jahren wurde in Russland – unter Anleitung von US-Beratern – das Staatseigentum verscherbelt: Nach Bolivien wurde auch Russland eine Schocktherapie verordnet. Westliche Lobbyisten gingen damals bei der russischen Regierung ein und aus. Oligarchen übernahmen die Macht. Das Volk verarmte.
19. March 2022
Kultur
Wir haben unsere Bürger mit höheren Werten bedacht
Im März 2022 sang ich - verzweifelt aber bereit zur Gegenwehr - dieses selbstgeschriebene Liedchen. Sozial- und Christdemokaten, sowie Grüne und FDP hatten im Bundestag gerade für das 100-Milliarden-Kriegspaket gestimmt. Die Melodie des Songs habe ich von Ernst Busch´s "Seifenlied" geborgt. Er hätte - lebte er noch - hoffentlich nichts dagegen gehabt.
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Im Brennpunkt
4. January 2026
Aktuell
Neuer Trend in Russland: Eine ganz persönliche Geschichte aus dem Hier und Jetzt auf der Bühne (Nachdenkseiten)
In diesem Jahr machen in Russland gleich zwei bekannte Schauspielerinnen ihr eigenes Leben zum Thema von Theaterstücken: die Ballerina Anastasija Vinokur [1] und die Schauspielerin Irina Gorbatschowa. Das ist für Russland neu. Mancher wird es nicht glauben, aber die russische Kultur ist offen für Experimente. Sie entwickelt sich weiter. Wenn Schauspielerinnen auf der Bühne über ihren ganz persönlichen Werdegang, über ihre Probleme und Ängste sprechen, könnte man denken, das interessiert die Zuschauer nicht. Doch das Gegenteil ist der Fall. Irina Gorbatschowa zeigt ihr Stück „Warum ich?“ [2] nicht nur in Moskauer Theatern, sondern auch in der russischen Provinz. Von Ulrich Heyden.
7. November 2025
Aktuell
Ein ungewöhnlicher Theaterabend in Moskau: Eine russische Primaballerina erzählt ihre Lebensgeschichte (Globalbridge)
Die ehemalige Primaballerina des Bolschoi-Theaters, Anastasija Vinokur, hat etwas Erstaunliches zustande gebracht. Die 1985 in Moskau geborene Tänzerin präsentierte Ende Oktober im Moskauer Helikon-Theater das selbstproduzierte Schauspiel „Nit“ (Der Faden) (1). In dem Stück steht Vinokur meist allein auf der Bühne und erzählt über ihr Leben, von der Kindheit bis heute. Der Saal im Helikon-Theater war voll, der Applaus lang und herzlich. Selbstreflexionen bekannter Tänzer und Schauspielerinnen sind ein neuer Trend in Russland. Es gibt einen Bedarf an Orientierung in schwieriger Zeit. Schon im Frühjahr hatte auch die bekannte russische Schauspielerin Irina Gorbatschowa, geboren 1988 im Gebiet Donezk, das Stück „Warum ich?“ auf die Bühne gebracht. In dem Schauspiel erzählt Gorbatschowa ebenfalls über ihr Leben (2). Das kulturelle Leben in Russland entwickelt sich weiter. Der Krieg in der Ukraine tut dieser Entwicklung keinen Abbruch.
25. August 2013
Aktuell
Das russische Theater probt den Widerstand (der Freitag)
Moskau. Die Bühnen in der Hauptstadt waren immer konventionell. Aber nun greifen sie Themen der Protestbewegung auf. Und die Mittel- und Oberschicht klatscht Beifall
Video
25. September 2026
Aktuell
Германия решила повторить? #УльрихХайден #ДмитрийДанилов (Спец)
14. September 2026
Aktuell
Wahlen in Russland: Gefahr für Putin? (Weltnetz.tv)
Wie stabil ist Putins Macht angesichts der Wahlen in Russland? Journalist Ulrich Heyden berichtet aus Moskau über das Wahlsystem, die wichtigsten Parteien und die Stimmung in der Bevölkerung. Im Gespräch geht es um wirtschaftliche Sorgen, den Ukrainekrieg, das Verhältnis zum Westen und die Frage, ob sich an der politischen Dominanz von Einiges Russland etwas ändern könnte.
31. August 2026
Aktuell
У нас брали кровь, не спрашивая
11 апреля 2025 года в Москве я взял интервью у женщин, которые в детстве были вывезены вермахтом и украинской вспомогательной полицией из Калужской области, к юго-западу от Москвы, в Прибалтику, где они содержались в концентрационных лагерях. Женщинам, которые в то время были еще детьми, там в принудительном порядке сдавали кровь для раненых немецких солдат #Вермахта.
Bücher
19. December 2023
Geschichte
"Mein Weg nach Russland. Erinnerungen eines Reporters" (2024)
Seit 30 Jahren lebt und arbeitet Ulrich Heyden in Russland, einem Land, das sein Vater als Wehrmachtsoffizier überfallen hat. Die gänzlich unterschiedliche Wahrnehmung Russlands, dargestellt in der Familiengeschichte des Autors, zieht sich als roter Faden durch das Buch. Dazu kommt die Frage, wie es passieren konnte, dass ein großer Teil der systemoppositionellen 68er sowie die ehemals pazifistische Partei „Die Grünen“ zu den stärksten Befürwortern eines Kriegsgangs gegen Russland wurden.
28. March 2022
Ukraine
"Der längste Krieg in Europa seit 1945" (2022)
Dieses Buch entstand nicht am Schreibtisch. Es ist das Buch eines Reporters, der in den Jahren 2014 bis 2022 als Korrespondent für deutschsprachige Medien im Kriegsgebiet Donbass unterwegs war. Wer verstehen will, wie der Krieg in der Ukraine began, kommt um das Buch "Der längste Krieg in Europa seit 1945. Augenzeugenberichte aus dem Donbass" nicht herum. Das Buch erschien im März 2022 bei tredition (Hamburg). Es ist das einzige deutschsprachige Buch eines Augenzeugen über die ersten acht Jahre Krieg im Donbass. "In den Interviews, die Heyden mit Bewohnern der beiden Volksrepubliken gemacht hat, wird vor allem eine Frage überdeutlich: Wieso weigern sich die demokratischen Staaten, den Mehrheitswillen der lokalen Bevölkerung zu akzeptieren? Wieso nehmen sie diesen Weg für eine friedliche Lösung nicht an?" (Katrin McClean, Schriftstellerin).
21. August 2020
Bücher
Wie Deutschland gespalten wurde. Die Politik der KPD 1945 bis 1951 (2020)
Bei den alljährlichen Feiern zur deutschen Einheit wird in den Hintergrund gedrängt, wie es eigentlich 1949 zur Gründung von zwei deutschen Staaten kam und welche Position die Kommunistische Partei Deutschlands zur Frage der deutschen Einheit vertrat. Kaum bekannt ist, dass die KPD, die 1947 in den Westzonen 320.000 Mitglieder hatte, eine der entschiedensten Kräfte war, die für die deutsche Einheit und gegen die Gründung eines "westdeutschen Separatstaates" eintrat. Mit ihren Aktivitäten auf den Gebieten Entnazifizierung, Kampf gegen den Hunger, Wiederaufbau und Sozialisierung der Schlüsselindustrien leistete die KPD einen wichtigen Beitrag für den Aufbau der Demokratie in Westdeutschland.
Foto
19. September 2026
Aktuell
Kirgistan 2026
Im April 2026 besuchte ich die Hauptstadt von Kirgistan, Bischkek. Danach machte ich eine Reise rund um den Bergsee Issyk-Kul. Die Junge Welt veröffentliche meine Reisereportage.
2. June 2026
Foto
Russische Kommunisten und ihre Gäste, 3. Antifaschistisches Forum
Russische Kommunisten und ihre Gäste. Wer mit wem gesprochen, wer neben wem gesessen und wer sich mit wem hat fotografieren lassen. Ein bisschen Material für den Tratsch. Bilder vom 3. Antifaschistischen Forum der KPRF im Moskauer Hotel Ritz Carlton, 24. Mai 2026.
28. September 2025
Foto
Foto-Reportage aus dem Gebiet Kursk
Hier meine Fotos von einer Reise durch das russische Grenzgebiet Kursk im Mai 2025. Schönes mischte sich mit Schrecklichem. Kursk ist eine weitgehend intakte, sehr gepflegte Stadt. Aber es gibt von Drohnen zerbombte Mehrfamilienhäuser. Berührend waren die Gespräche mit den Menschen, die durch Drohnen ausgebombt worden waren. Viele von Ihnen waren durch Glück mit dem Leben davongekommen. Raissa Klujewa, eine Rentnerin aus Kursk, erzählte, sie sei am 15. April 2025 von einer Drohne aus dem Schlaf gerissen worden. Sie habe sich noch ein Karton mit ihren Ausweisen schnappen können, um dann über eine Treppe, die mit Glasscherben übersät war, in den Hof zu flüchten. "Der 15. April war für uns alle wie ein zweiter Geburtstag."