Ulrich Heyden
Journalist - Moskau - Berichte, Analysen & Videos
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16. June 2007
Aktuell
"Russisches Davos"
Putin preist Russlands Offenheit.
15. June 2007
Radio
Irres Lachen gegen die Opposition
Wer Anfang Juni an der Kundgebung des Oppositionsbündnisses "Das Andere Russland" vor dem Puschkin-Denkmal in Moskau teilnehmen wollte, brauchte Nerven.
12. June 2007
Aktuell
Irres Gelächter gegen Oppositions-Kundgebung
Mit Lärm-Attacken versuchten gestern Kreml-nahe Kräfte eine Kundgebung von Ex-Schachweltmeister Garri Kasparow in Moskau zu stören.
11. June 2007
Aktuell
Die Hungerjahre vergisst sie nie
Besuch bei einer ehemaligen Zwangsarbeiterin in Moskau "Halt´ sie unter fließend Wasser", ruft Jekaterina Petuschkowa, als Vivian die Weintrauben in einem Topf abwäscht.
10. June 2007
Aktuell
Zweierlei Maß in Estland
Doppelzüngige «Aufarbeitung» der Vergangenheit Russen gegen Esten: Ein neuer ethnischer Konflikt in Europa? Diesen Eindruck konnte gewinnen, wer die Bilder von den Protesten gegen den Abbau des sowjetischen Weltkriegsdenkmals in der estnischen Hauptstadt Tallinn sah.
6. June 2007
Aktuell
„Wir wollen keine Sonderbedingungen“
Für WTO-Mitglieder und Anwärter müssen die gleichen Regeln gelten – meint Maxim Medwedkow Seit Beginn der 90er Jahre verhandelt Russland über einen Beitritt zur Welthandelsorganisation (WTO).
2. June 2007
Radio
Russisches Fernsehen zum G8-Gipfel
Die russischen Fernsehzuschauer werden seit Wochen auf den Gipfel in Heiligendamm eingestimmt.
1. June 2007
Aktuell
Russischer Ex-Agent schiesst zurück
Mordfall Litwinenko Andrei Lugowoi, der Hauptverdächtige, beschuldigt jetzt den britischen Geheimdienst Andrei Lugowoi, der im Mordfall Litwinenko von Grossbritannien als Täter verdächtigt wird, holt zum Gegenschlag aus.
1. June 2007
po–russki
Novye Isvestja - Cinop
«Арестованных обвиняли в саботаже», 01.
31. May 2007
Aktuell
Eine Weltstadt pflegt ihren Ruf
Einen Tag nach den Zusammenstössen auf der Moskauer Gay Pride Parade fand der russische Fernsehkanal NTW endlich einen Anlass, um über das Ereignis zu berichten.
30. May 2007
Aktuell
Chance im russischen Markt
Nach langer Flaute sehen sächsische Unternehmen endlich positive Signale.
29. May 2007
Kaukasus
Zehn Forscherjahre fern der Heimat
Aus Anlass des Hiroshima-Jahrestages am 6. August möchte ich an den deutschen Atom-Forscher Manfred von Ardenne erinnern. Er stand bei Kriegsende auf einer Liste der deutschen Atom-Experten, welche die Sowjets in ihr Land hohlen wollten. Der Wissenschaftler, der sich in Berlin-Lichterfelde ein Privatinstitut aufgebaut hatte, war bereits seit 1942 im Auftrag des Reichspostministeriums mit der Isotopen-Trennung befasst. Als Rotarmisten das Institut Anfang Mai 1945 umstellten, erklärte der Forscher in einem Brief an Stalin, "mit dem heutigen Tage stelle ich der sowjetischen Regierung sowohl mein Institut als auch mich zur Verfügung." Ardenne und seine Mitarbeiter sowie die wissenschaftlichen Geräte wurden in einem Zug von Berlin nach Abchasien im Kaukasus gebracht, wo Ardenne bis 1955 seine Forschungen zur Herstellung einer Atom-Bombe - diesmal einer sowjetischen - fortsetzte. In seinen Memoiren schrieb Ardenne, seine Forschungen hätten das atomare Patt ermöglicht und damit zur Sicherung des Friedens beigetragen. 2007 fuhr ich nach Abchasien, um nach Spuren von Ardennes Arbeit zu suchen. In dem kleinen Schwarzmeer-Ort Sinop, südlich von Suchumi wurde ich fündig. Über meine Erkundungen schrieb ich eine Reportage für die Sächsische Zeitung.
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4. January 2026
Aktuell
Neuer Trend in Russland: Eine ganz persönliche Geschichte aus dem Hier und Jetzt auf der Bühne (Nachdenkseiten)
In diesem Jahr machen in Russland gleich zwei bekannte Schauspielerinnen ihr eigenes Leben zum Thema von Theaterstücken: die Ballerina Anastasija Vinokur [1] und die Schauspielerin Irina Gorbatschowa. Das ist für Russland neu. Mancher wird es nicht glauben, aber die russische Kultur ist offen für Experimente. Sie entwickelt sich weiter. Wenn Schauspielerinnen auf der Bühne über ihren ganz persönlichen Werdegang, über ihre Probleme und Ängste sprechen, könnte man denken, das interessiert die Zuschauer nicht. Doch das Gegenteil ist der Fall. Irina Gorbatschowa zeigt ihr Stück „Warum ich?“ [2] nicht nur in Moskauer Theatern, sondern auch in der russischen Provinz. Von Ulrich Heyden.
7. November 2025
Aktuell
Ein ungewöhnlicher Theaterabend in Moskau: Eine russische Primaballerina erzählt ihre Lebensgeschichte (Globalbridge)
Die ehemalige Primaballerina des Bolschoi-Theaters, Anastasija Vinokur, hat etwas Erstaunliches zustande gebracht. Die 1985 in Moskau geborene Tänzerin präsentierte Ende Oktober im Moskauer Helikon-Theater das selbstproduzierte Schauspiel „Nit“ (Der Faden) (1). In dem Stück steht Vinokur meist allein auf der Bühne und erzählt über ihr Leben, von der Kindheit bis heute. Der Saal im Helikon-Theater war voll, der Applaus lang und herzlich. Selbstreflexionen bekannter Tänzer und Schauspielerinnen sind ein neuer Trend in Russland. Es gibt einen Bedarf an Orientierung in schwieriger Zeit. Schon im Frühjahr hatte auch die bekannte russische Schauspielerin Irina Gorbatschowa, geboren 1988 im Gebiet Donezk, das Stück „Warum ich?“ auf die Bühne gebracht. In dem Schauspiel erzählt Gorbatschowa ebenfalls über ihr Leben (2). Das kulturelle Leben in Russland entwickelt sich weiter. Der Krieg in der Ukraine tut dieser Entwicklung keinen Abbruch.
25. August 2013
Aktuell
Das russische Theater probt den Widerstand (der Freitag)
Moskau. Die Bühnen in der Hauptstadt waren immer konventionell. Aber nun greifen sie Themen der Protestbewegung auf. Und die Mittel- und Oberschicht klatscht Beifall
Video
14. August 2026
Aktuell
1941, als die Deutschen kamen. Zeitzeugen erzählen
Ich habe im April 2025 in Moskau Frauen interviewt, die als Kinder aus dem Kaluga-Gebiet, südwestlich von Moskau, von der Wehrmacht und ukrainischen Hilfspolizisten ins Baltikum verschleppt wurden, wo sie in Konzentrationslager gefangen gehalten wurden. Dort wurde ihnen zwangsweise Blut für deutsche Soldaten abgezapft. In diesem Video berichtet die 86jährige Ewdakija Anikanowa, wie sie als Vierjährige das erste Mal für einen deutschen Soldaten Blut spendete. Anikanowa berichtet auch über ihr Dorf, Iwankowo, im Kaluga-Gebiet, dass von 1941 bis 1943 durch die deutsche Wehrmacht besetzt war. Nach russischen Angaben starben im Zweiten Weltkrieg 14 Millionen sowjetische Zivilisten.
30. July 2026
Aktuell
Ostdeutsche Medien und Parteien unterwandert!
In einem weiteren Gespräch mit dem Filmregisseur Wilhelm Domke-Schulz, der im Raum Leipzig lebt und arbeitet, geht es um die Fragen: Wie ist die Stimmung in Ostdeutschland? Warum begreifen so viele Westdeutsche nicht, was in Ostdeutschland vor sich geht? Gib es in Ostdeutschland politische und kulturelle Initiativen, welche von Berlin die Berücksichtigung wirtschaftlicher und politischer Interessen von Ostdeutschland fordern und damit Gehör finden? Inwieweit stellen sich die Menschen in Ostdeutschland der "Kriegsertüchtigung", die sich gegen das ehemalige Bruderland Russland richtet, entgegen? Wie sieht es aus mit dem Widerstand der ostdeutschen Jugend und Kulturschaffenden gegen die von den westlichen Eliten vorgegebenen "Werte" und Regeln?
30. July 2026
Aktuell
Ukraine-Krieg ohne Ende?
In einer weiteren Runde sprach ich mit dem Filmregisseur Wilhelm Domke-Schulz aus dem Raum Leipzig über die Eskalation im Ukraine-Krieg und welche Aussichten für einen Frieden es geben könnte. Russland greift verstärkt mit ballistischen Raketen ukrainische Rüstungsfabriken, Häfen und andere militärisch genutzte Infrastruktur in der Ukraine an. Die Ukraine muss zwar immer wieder Boden an die russischen Truppen abgeben, weitet aber als Ersatz ihre Drohnen- und Kampfbootangriffe weit über die Ukraine aus, bis ins Mittelmeer, das Kaspische Meer, nach Rumänien, Estland und Sibirien. Wir diskutierten auch, ob es zwischen der Ukraine und Russland so laufen könnte wie zwischen Tschetschenien und Russland, deren Verhältnis sich nach neun Jahren Krieg (1994 und 2003) komplett normalisiert hat?
Bücher
19. December 2023
Geschichte
"Mein Weg nach Russland. Erinnerungen eines Reporters" (2024)
Seit 30 Jahren lebt und arbeitet Ulrich Heyden in Russland, einem Land, das sein Vater als Wehrmachtsoffizier überfallen hat. Die gänzlich unterschiedliche Wahrnehmung Russlands, dargestellt in der Familiengeschichte des Autors, zieht sich als roter Faden durch das Buch. Dazu kommt die Frage, wie es passieren konnte, dass ein großer Teil der systemoppositionellen 68er sowie die ehemals pazifistische Partei „Die Grünen“ zu den stärksten Befürwortern eines Kriegsgangs gegen Russland wurden.
28. March 2022
Ukraine
"Der längste Krieg in Europa seit 1945" (2022)
Dieses Buch entstand nicht am Schreibtisch. Es ist das Buch eines Reporters, der in den Jahren 2014 bis 2022 als Korrespondent für deutschsprachige Medien im Kriegsgebiet Donbass unterwegs war. Wer verstehen will, wie der Krieg in der Ukraine began, kommt um das Buch "Der längste Krieg in Europa seit 1945. Augenzeugenberichte aus dem Donbass" nicht herum. Das Buch erschien im März 2022 bei tredition (Hamburg). Es ist das einzige deutschsprachige Buch eines Augenzeugen über die ersten acht Jahre Krieg im Donbass. "In den Interviews, die Heyden mit Bewohnern der beiden Volksrepubliken gemacht hat, wird vor allem eine Frage überdeutlich: Wieso weigern sich die demokratischen Staaten, den Mehrheitswillen der lokalen Bevölkerung zu akzeptieren? Wieso nehmen sie diesen Weg für eine friedliche Lösung nicht an?" (Katrin McClean, Schriftstellerin).
21. August 2020
Bücher
Wie Deutschland gespalten wurde. Die Politik der KPD 1945 bis 1951 (2020)
Bei den alljährlichen Feiern zur deutschen Einheit wird in den Hintergrund gedrängt, wie es eigentlich 1949 zur Gründung von zwei deutschen Staaten kam und welche Position die Kommunistische Partei Deutschlands zur Frage der deutschen Einheit vertrat. Kaum bekannt ist, dass die KPD, die 1947 in den Westzonen 320.000 Mitglieder hatte, eine der entschiedensten Kräfte war, die für die deutsche Einheit und gegen die Gründung eines "westdeutschen Separatstaates" eintrat. Mit ihren Aktivitäten auf den Gebieten Entnazifizierung, Kampf gegen den Hunger, Wiederaufbau und Sozialisierung der Schlüsselindustrien leistete die KPD einen wichtigen Beitrag für den Aufbau der Demokratie in Westdeutschland.
Foto
2. June 2026
Foto
Russische Kommunisten und ihre Gäste, 3. Antifaschistisches Forum
Russische Kommunisten und ihre Gäste. Wer mit wem gesprochen, wer neben wem gesessen und wer sich mit wem hat fotografieren lassen. Ein bisschen Material für den Tratsch. Bilder vom 3. Antifaschistischen Forum der KPRF im Moskauer Hotel Ritz Carlton, 24. Mai 2026.
28. September 2025
Foto
Foto-Reportage aus dem Gebiet Kursk
Hier meine Fotos von einer Reise durch das russische Grenzgebiet Kursk im Mai 2025. Schönes mischte sich mit Schrecklichem. Kursk ist eine weitgehend intakte, sehr gepflegte Stadt. Aber es gibt von Drohnen zerbombte Mehrfamilienhäuser. Berührend waren die Gespräche mit den Menschen, die durch Drohnen ausgebombt worden waren. Viele von Ihnen waren durch Glück mit dem Leben davongekommen. Raissa Klujewa, eine Rentnerin aus Kursk, erzählte, sie sei am 15. April 2025 von einer Drohne aus dem Schlaf gerissen worden. Sie habe sich noch ein Karton mit ihren Ausweisen schnappen können, um dann über eine Treppe, die mit Glasscherben übersät war, in den Hof zu flüchten. "Der 15. April war für uns alle wie ein zweiter Geburtstag."
7. April 2025
Foto
Die Gründung der Volksrepublik Donezk am 7. April 2014
Im Frühjahr 2014 besuchte ich Donezk. Ich wollte wissen, wie der Südosten der Ukraine auf den Staatsstreich in Kiew reagiert. Am 6. April besetzten Aktivisten der Autonomiebewegung Verwaltungsgebäude in Charkow, Lugansk und Donezk. Im März besuchte ich eine Straßenwache, welche an einer Fernstraße zwischen Lugansk und Donezk Ausschau nach anrückendem ukrainischen Militär und Rechtem Sektor. Auf einer Kundgebung in Donezk auf dem Lenin-Platz herrschte eine kämpferisch-fröhliche Stimmung. Einige hielten Transparente auf denen die Rückkehr von Präsident Janukowitsch gefordert wurde.