Ulrich Heyden
Journalist - Moskau - Berichte, Analysen & Videos
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Ukraine
28. September 2025
Nach der Besatzung (Reportage, Junge Welt)
Mehr als 300 Zivilisten starben bei der ukrainischen Offensive auf die russische Region Kursk, Hunderte gelten als vermisst. Ein Besuch vor Ort. Seit die ukrainischen Truppen und ausländische Söldner im März von der russischen Armee aus dem Gebiet Kursk vertrieben wurden, wird kaum noch darüber berichtet. Dabei gäbe es durchaus Anlass. 358 russische Zivilisten wurden während der Besatzung getötet, 700 wurden verletzt, 50 in die Ukraine verschleppt.
28. August 2025
ARD zu Odessa: Ohne Rückgrat und im Zweifel Russland-feindlich (Nachdenkseiten)
Wenn Propaganda verbreitet wird, fließt kein Blut, aber es ist hoch gefährlich. Denn diese Meinungsmache führt irgendwann zu Gewalt und Krieg. Eine Bemerkung zur ARD-Berichterstattung während des ukrainischen Nationalfeiertages aus Odessa von Ulrich Heyden (Moskau).
26. August 2025
Neue ukrainische „Wunderwaffe“ und Drohnenangriffe auf russische Raffinerien (Globalbridge)
Am 21. August hat Wolodymyr Selenskyj den Produktionsstart eines ukrainischen Raketenprojekts mit dem Namen „Flamingo“ bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um eine 6.000 Kilogramm schwere, bunkerbrechende Lenkwaffe mit 3.000 Kilometer Reichweite, die angeblich bis zum Ural fliegen und damit die russische Drohnen-Produktion und andere Industrie-Anlagen gefährden könnte. Ob es sich bei Flamingo um eine ukrainische Rakete handelt, ist umstritten, denn die Rakete ist nach Meinung russischer Militärexperten der britischen Lenkwaffe FP-5 sehr ähnlich. Raketen aus westlicher Produktion haben der Ukraine bisher nicht zum Sieg verholfen. Auf ukrainischer Seite im Einsatz waren bisher die US-amerikanischen Raketen HIMARS und ATACMS sowie die Raketen Storm Shadow aus Großbritannien und Scalp aus Frankreich.
17. August 2025
Gipfel in Alaska – Gesten der Versöhnung, aber kein Deal (Overton-Magazin)
Das Treffen von Trump und Putin in Alaska ging ohne konkreten Plan für ein Ukraine-Friedensabkommen zu Ende. Trotzdem gibt es Hoffnung, dass das Treffen der Beginn einer neuen Entwicklung ist, bei welcher Russland und die USA sich wieder annähern und ein Frieden in der Ukraine möglich wird.
9. July 2025
Warum starb der russische Verkehrsminister? (Overton-Magazin)
Am 7. Juli war der Tod des russischen Verkehrsministers, Roman Starowojt, die Hauptnachricht in russischen Medien. Am Vormittag war Starowojt von Wladimir Putin von seinem Amt als Minister entlassen worden. Stunden später meldeten russische Medien seinen Tod, Selbstmord. Gründe für die Entlassung wurden bis heute nicht genannt. War es das Chaos auf russischen Flughäfen nach ukrainischen Drohnenattacken oder war ein Korruptionsskandal der Anlass für die Entlassung, rätselten russische Medien. Als Nachfolger wurde von Putin am Dienstag Andrej Niktin ernannt. Er war bisher Stellvertreter von Starowojt gewesen.
2. July 2025
Ein Besuch bei ukrainischen Kriegsgefangenen im Gebiet Kursk (Die Krähe, Wien)
Bis vor kurzem haben sie noch auf russische Soldaten geschossen. Jetzt arbeiten sie in der Redaktion eines Telegram-Kanals, der Ukrainern helfen soll, Kontakt mit vermissten Soldaten aufzunehmen. In der Ukraine hält man das Projekt für gezielte russische Propaganda. Ulrich Heyden, Moskau (Der Bericht wurde veröffentlicht in "Die Krähe", Wien, Nr. 14. Die Zeitschrift kann man über www.diekraehe.at bestellen).
2. July 2025
Quo vadis Deutschland? Runder Tisch von Deutschen und Russen im Moskauer Europa-Institut (Nachdenkseiten)
Wer glaubt, in Russland würde nur mit Drohungen und roten Linien gearbeitet, hätte am 16. Juni beim Runden Tisch „Quo vadis Deutschland?“ dabei sein müssen. Tagungsort war das nicht weit vom Kreml gelegene Europa-Institut. Die etwa 60 Teilnehmer gingen der Frage nach, wie die Blockade zwischen Deutschland und Russland aufzulösen ist. Gekommen waren Mitarbeiter des Instituts, ehemalige russische Diplomaten, die mit Deutschland zu tun hatten, Mitglieder der Moskauer Deutsch-Russischen-Gesellschaft und Deutsche, die in Moskau leben oder aus Deutschland angereist waren. Die Diskussion war teilweise hitzig. Sie zeigte aber auch, dass sich Deutsche und Russen immer noch produktiv austauschen können. Ein Bericht von Ulrich Heyden (Moskau).
28. June 2025
Video-Dokumentation: Runder Tisch im Europa-Institut Moskau mit Patrik Baab und Ulrike Guerot
Dies ist meine Video-Dokumentation von einem Runden Tisch zum Thema "Wohin geht Deutschland?" Die Veranstaltung fand statt am 16. Juni 2025 im Europa-Institut in Moskau. Dokumentiert habe ich die komplette Veranstaltung, denn es ist höchst selten, dass Russen und Deutsche an einem Tisch sitzen und sich in ruhigem Ton austauschen. Ab Minute 15:37 kommen auch Diejenigen auf Ihre Kosten, die kein Russisch können. Der Dolmetscher Wladimir Fomenko leistete ganze Arbeit!
24. June 2025
Patrik Baab: „Nach einem neuen Krieg gegen Russland wird es Deutschland nicht mehr geben“ (Nachdenkseiten)
Der Journalist und Publizist Patrik Baab ist auf Veranstaltungen und in den Videos der deutschen Friedensbewegung ein gefragter Gesprächspartner. In Moskau präsentierte er kürzlich auf einer Veranstaltung in der Tscheglakow-Stiftung die russischsprachige Ausgabe seines Buches „Auf beiden Seiten der Front“. Das Buch handelt vom Krieg in der Ukraine. Mit Patrik Baab hat Ulrich Heyden gesprochen.
24. June 2025
Video: Patrik Baab: Russland schaut lange zu, dann dreht man sich um und kämpft
Der bekannte Journalist und Publizist Patrik Baab gab mir nach seiner Buchlesung in Moskau am 15. Juni 2025 ein Interview. Darin beantwortete er Fragen - zu den Reaktionen auf sein Buch "Auf beiden Seiten der Front" in Russland, - zur Kriegsberichterstattung in Russland, - zur Repression gegen kritische Journalisten und Publizisten in Deutschland, - zur Verleihung des Alternativen Karls-Preises an ihn selbst, - zum Stand der Friedensbewegung in Deutschland, - zum Friedens-Manifest von SPD-Funktionären und - zu seiner Erziehung durch Eltern, die im Zweiten Weltkrieg traumatisiert wurden.
17. June 2025
Video: Russophobie ist wie ein Fieber
Mein Gedicht zu der in Deutschland grassierenden Russophobie, vorgetragen am Nikitinski Bulvar in Moskau.
17. June 2025
Humanitäre Hilfe und Hausdurchsuchunngen - Liane Kilinc (Friedensbrücke-Kriegsopferhilfe) berichtet
Die Generalbundesanwaltschaft der Bundesrepublik Deutschland hat am 21. Januar 2026 mitgeteilt, dass auf ihre Anordnung hin in Brandenburg zwei Männer festgenommen wurden. Die beiden Personen sollen seit 2016 Hilfslieferungen für die Volksrepubliken Donezk und Lugansk organisiert haben. Bei den Festgenommenen handelt es sich vermutlich um zwei Personen aus dem Umkreis der humanitären Organisation "Friedensbrücke Kriegsopferhilfe e.V.". Bereits am 27. Mai 2025 hatte es in Berlin und Brandenburg Durchsuchungen und Haftbefehle gegen Mitglieder des Vereins gegeben. Am 4. Juni 2025 führte ich aus diesem Anlass ein Interview mit Liane Kilinc, Mitgründerin und Vorsitzende des Vereins.
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Im Brennpunkt
4. January 2026
Aktuell
Neuer Trend in Russland: Eine ganz persönliche Geschichte aus dem Hier und Jetzt auf der Bühne (Nachdenkseiten)
In diesem Jahr machen in Russland gleich zwei bekannte Schauspielerinnen ihr eigenes Leben zum Thema von Theaterstücken: die Ballerina Anastasija Vinokur [1] und die Schauspielerin Irina Gorbatschowa. Das ist für Russland neu. Mancher wird es nicht glauben, aber die russische Kultur ist offen für Experimente. Sie entwickelt sich weiter. Wenn Schauspielerinnen auf der Bühne über ihren ganz persönlichen Werdegang, über ihre Probleme und Ängste sprechen, könnte man denken, das interessiert die Zuschauer nicht. Doch das Gegenteil ist der Fall. Irina Gorbatschowa zeigt ihr Stück „Warum ich?“ [2] nicht nur in Moskauer Theatern, sondern auch in der russischen Provinz. Von Ulrich Heyden.
7. November 2025
Aktuell
Ein ungewöhnlicher Theaterabend in Moskau: Eine russische Primaballerina erzählt ihre Lebensgeschichte (Globalbridge)
Die ehemalige Primaballerina des Bolschoi-Theaters, Anastasija Vinokur, hat etwas Erstaunliches zustande gebracht. Die 1985 in Moskau geborene Tänzerin präsentierte Ende Oktober im Moskauer Helikon-Theater das selbstproduzierte Schauspiel „Nit“ (Der Faden) (1). In dem Stück steht Vinokur meist allein auf der Bühne und erzählt über ihr Leben, von der Kindheit bis heute. Der Saal im Helikon-Theater war voll, der Applaus lang und herzlich. Selbstreflexionen bekannter Tänzer und Schauspielerinnen sind ein neuer Trend in Russland. Es gibt einen Bedarf an Orientierung in schwieriger Zeit. Schon im Frühjahr hatte auch die bekannte russische Schauspielerin Irina Gorbatschowa, geboren 1988 im Gebiet Donezk, das Stück „Warum ich?“ auf die Bühne gebracht. In dem Schauspiel erzählt Gorbatschowa ebenfalls über ihr Leben (2). Das kulturelle Leben in Russland entwickelt sich weiter. Der Krieg in der Ukraine tut dieser Entwicklung keinen Abbruch.
25. August 2013
Aktuell
Das russische Theater probt den Widerstand (der Freitag)
Moskau. Die Bühnen in der Hauptstadt waren immer konventionell. Aber nun greifen sie Themen der Protestbewegung auf. Und die Mittel- und Oberschicht klatscht Beifall
Video
18. July 2026
Aktuell
Regisseur Domke-Schulz war Jury-Mitglied beim 35. Filmfestival "Goldener Recke" auf der Krim
Vom 22. bis zum 30. Mai 2026 fand Sewastopol auf der Krim das 35. Filmfestival Solotoi Witjas (Goldener Recke) statt. Der deutsche Regisseur und Filmemacher Wilhelm Domke-Schulz war zum wiederholten Mal Mitglied der Jury. Ein Film von Domke-Schulz über internationale Wahlbeobachter in dem von Russland kontrollierten Gebiet Saporoschje wurde auf dem Festival gezeigt. Domke-Schulz berichtet über seine Eindrücke und inwieweit ukrainischer Drohnen- und Raketenbeschuss das Festival behinderte.
7. July 2026
Aktuell
Deutscher besuchte von ukrainischen Drohnen zerstörtes Schülerwohnheim in Starobelsk (Video-Interview)
Der deutsche Aktivist Marco Leo Samm aus Freiburg im Breisgau besuchte Anfang Juni das Wohnheim und das College von Starobelsk, wo am 22. Mai 21 Schüler durch ukrainische Drohnen getötet wurden. Ich habe Samm über seine Eindrücke interviewt. In den vergangenen vier Wochen wurden das russische Kernland und die von Russland eroberten Regionen fast täglich von ukrainischen Drohnenattacken gegen zivile Ziele, Schulen, Autobusse und Privathäuser überzogen. Diese Massivität erinnert an die Jahre 2014 bis 2021, als die ukrainische Armee und rechtsradikale Bataillone Wohngebiete in den 2014 auf Basis des von der UNO garantierten Selbstbestimmungsrechts der Völker gegründeten Volksrepubliken Donezk und Lugansk mit Artillerie, Raketen und Suchoi-Kampfflugzeugen beschossen.
9. June 2026
Aktuell
Oни хотели перекрыт мне кислород (Интервью Патрика Бааба)
Журналист и военный корреспондент Ульрих Хайден живёт в Москве с 1992 года. Он знает реальность в России и на Украине из собственного многолетнего опыта — перспектива, которая часто резко контрастирует с местными СМИ. Его опыт поднимает тревожный вопрос: создаётся ли в Германии целенаправленно образ врага, чтобы подготовить население к новой войне с Россией?
Bücher
19. December 2023
Geschichte
"Mein Weg nach Russland. Erinnerungen eines Reporters" (2024)
Seit 30 Jahren lebt und arbeitet Ulrich Heyden in Russland, einem Land, das sein Vater als Wehrmachtsoffizier überfallen hat. Die gänzlich unterschiedliche Wahrnehmung Russlands, dargestellt in der Familiengeschichte des Autors, zieht sich als roter Faden durch das Buch. Dazu kommt die Frage, wie es passieren konnte, dass ein großer Teil der systemoppositionellen 68er sowie die ehemals pazifistische Partei „Die Grünen“ zu den stärksten Befürwortern eines Kriegsgangs gegen Russland wurden.
28. March 2022
Ukraine
"Der längste Krieg in Europa seit 1945" (2022)
Dieses Buch entstand nicht am Schreibtisch. Es ist das Buch eines Reporters, der in den Jahren 2014 bis 2022 als Korrespondent für deutschsprachige Medien im Kriegsgebiet Donbass unterwegs war. Wer verstehen will, wie der Krieg in der Ukraine began, kommt um das Buch "Der längste Krieg in Europa seit 1945. Augenzeugenberichte aus dem Donbass" nicht herum. Das Buch erschien im März 2022 bei tredition (Hamburg). Es ist das einzige deutschsprachige Buch eines Augenzeugen über die ersten acht Jahre Krieg im Donbass. "In den Interviews, die Heyden mit Bewohnern der beiden Volksrepubliken gemacht hat, wird vor allem eine Frage überdeutlich: Wieso weigern sich die demokratischen Staaten, den Mehrheitswillen der lokalen Bevölkerung zu akzeptieren? Wieso nehmen sie diesen Weg für eine friedliche Lösung nicht an?" (Katrin McClean, Schriftstellerin).
21. August 2020
Bücher
Wie Deutschland gespalten wurde. Die Politik der KPD 1945 bis 1951 (2020)
Bei den alljährlichen Feiern zur deutschen Einheit wird in den Hintergrund gedrängt, wie es eigentlich 1949 zur Gründung von zwei deutschen Staaten kam und welche Position die Kommunistische Partei Deutschlands zur Frage der deutschen Einheit vertrat. Kaum bekannt ist, dass die KPD, die 1947 in den Westzonen 320.000 Mitglieder hatte, eine der entschiedensten Kräfte war, die für die deutsche Einheit und gegen die Gründung eines "westdeutschen Separatstaates" eintrat. Mit ihren Aktivitäten auf den Gebieten Entnazifizierung, Kampf gegen den Hunger, Wiederaufbau und Sozialisierung der Schlüsselindustrien leistete die KPD einen wichtigen Beitrag für den Aufbau der Demokratie in Westdeutschland.
Foto
2. June 2026
Foto
Russische Kommunisten und ihre Gäste, 3. Antifaschistisches Forum
Russische Kommunisten und ihre Gäste. Wer mit wem gesprochen, wer neben wem gesessen und wer sich mit wem hat fotografieren lassen. Ein bisschen Material für den Tratsch. Bilder vom 3. Antifaschistischen Forum der KPRF im Moskauer Hotel Ritz Carlton, 24. Mai 2026.
28. September 2025
Foto
Foto-Reportage aus dem Gebiet Kursk
Hier meine Fotos von einer Reise durch das russische Grenzgebiet Kursk im Mai 2025. Schönes mischte sich mit Schrecklichem. Kursk ist eine weitgehend intakte, sehr gepflegte Stadt. Aber es gibt von Drohnen zerbombte Mehrfamilienhäuser. Berührend waren die Gespräche mit den Menschen, die durch Drohnen ausgebombt worden waren. Viele von Ihnen waren durch Glück mit dem Leben davongekommen. Raissa Klujewa, eine Rentnerin aus Kursk, erzählte, sie sei am 15. April 2025 von einer Drohne aus dem Schlaf gerissen worden. Sie habe sich noch ein Karton mit ihren Ausweisen schnappen können, um dann über eine Treppe, die mit Glasscherben übersät war, in den Hof zu flüchten. "Der 15. April war für uns alle wie ein zweiter Geburtstag."
7. April 2025
Foto
Die Gründung der Volksrepublik Donezk am 7. April 2014
Im Frühjahr 2014 besuchte ich Donezk. Ich wollte wissen, wie der Südosten der Ukraine auf den Staatsstreich in Kiew reagiert. Am 6. April besetzten Aktivisten der Autonomiebewegung Verwaltungsgebäude in Charkow, Lugansk und Donezk. Im März besuchte ich eine Straßenwache, welche an einer Fernstraße zwischen Lugansk und Donezk Ausschau nach anrückendem ukrainischen Militär und Rechtem Sektor. Auf einer Kundgebung in Donezk auf dem Lenin-Platz herrschte eine kämpferisch-fröhliche Stimmung. Einige hielten Transparente auf denen die Rückkehr von Präsident Janukowitsch gefordert wurde.