Ulrich Heyden
Journalist - Moskau - Berichte, Analysen & Videos
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13. September 2010
Aktuell
Quäl-Video schockt Russen
Moskau – „Küss den Fuß!“, „Küss den Boden!“ Immer wieder brüllt Difgat Chantimerow seine Befehle durch die Sporthalle.
10. September 2010
Aktuell
Folter-Skandal bei der russischen Polizei
Von Ulrich Heyden, SZ-Korrespondent in Moskau Ein 17-Jähriger soll von Polizisten so misshandelt worden sein, dass er fast hätte kastriert werden müssen – offenbar kein Einzelfall.
2. September 2010
Aktuell
Putin-Video sorgt für Aufregung im Internet
Vier Tage lang fuhr Russlands Ministerpräsident Putin im Lada werbewirksam durch Sibirien.
28. August 2010
Aktuell
Der Kreml schwenkt auf Grün um
Von Ulrich Heyden, SZ-Korrespondent in Moskau Völlig überraschend wird nach Protesten eine Autobahntrasse verlegt.
28. August 2010
Aktuell
Brennender Sommer
Viele Waldbrände sind gelöscht, doch in den Torfgebieten östlich von Moskau wird es noch Wochen weiter schwelen. Anfang August hat Präsident Dmitri Medwedjew für das gesamte Moskauer Umland den Notstand ausgerufen. Auch in der Stadt Schatura, die zwei Eisenbahnstunden östlich der Hauptstadt liegt, galt der Ausnahmezustand, bis er in dieser Woche wieder aufgehoben wurde und jetzt nur noch für die südöstlich der Hauptstadt gelegene Region Rjasan bestehen bleibt, wo sich noch immer Brandwände durchs Land schieben.
27. August 2010
Foto
Waldbrände 2010
Noch bis zum Winter werden die unterirdischen Torfbrände in Russland weiter schwelen, wie jedes Jahr, so meinen Experten. Mitte August zeigte uns der Einsatzleiter des Katastrophen-Ministeriums stolz einen neuen Kanal mit dem die Torfbrüche östlich von Moskau geflutet werden sollen. Ein paar Kilometer weiter stand jedoch noch dichter Rauch. Hier kämpften Schenja, Viktor und andere Feuerwehrleute mit dem unterirdischen Feuer.
20. August 2010
Aktuell
Der Dritte Mann
Sergej Schojgu, langjähriger Katastrophenschutz-Minister in Moskau, bleibt keine Zeit, um amtsmüde zu sein.
19. August 2010
Aktuell
Russlands Waldbrände Das angekündigte Inferno
Dass der Kreml die Verantwortung für die Wälder privaten InvestorInnen übertrug, ist einer der Hauptgründe für das Ausmass der gegenwärtigen Brände. Für die Brandkatastrophe der vergangenen Wochen in Russland gibt es mehrere Ursachen: die durch den Klimawandel ausgelöste Dürreperiode im Juli mit Rekordtemperaturen um die vierzig Grad. Die Unachtsamkeit vieler RussInnen gegenüber der Natur. Achtlos weggeworfene Zigarettenkippen und Schaschlik-Feuer im Wald waren Auslöser vieler Brände.
19. August 2010
Aktuell
Wladimir Putin - Meister im Löschen
Er kann Flugzeuge so gut steuern wie Medien und Unangenehmes vergessen machen. Als Wladimir Putin Ende Juli in dem kleinen Dorf Werchnjaja Wereja im Gebiet Nischni Nowgorod mit Bürgern sprechen wollte, deren Häuser niedergebrannt waren, hatte er keinen leichten Stand. Putin, der es bei öffentlichen Auftritten gewohnt ist, dass er ehrfürchtig oder begeistert beklatscht wird, fand sich von wütenden Frauen umringt.
18. August 2010
Aktuell
Warum brennt in Russland der Torf?
Von Ulrich Heyden, SZ-Korrespondent in Moskau Die Flutung der alten Torfabbaugebiete war den russischen Behörden zu teuer.
26. July 2010
Aktuell
Putin spricht und singt mit enttarnten Spionen
Von unserem Korrespondenten Ulrich Heyden, Moskau Russlands Ministerpräsident sagt Anna Chapman & Co.
24. July 2010
Aktuell
„Wir kommen, um zu töten und aufzuräumen“
Vermummte Schläger überfallen vor den Toren Moskaus ein Zeltlager von Umweltschützern, die gegen den Bau einer Autobahn protestieren – Verletzte und Festnahmen Von SZ-Mitarbeiter Ulrich Heyden Moskau.
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Im Brennpunkt
25. February 2022
Aktuell
„Alle, die Russland vor überzogenen Angriffen in Schutz nehmen wollten, stehen jetzt komisch da“ (Overton-Magazin)
Ulrich Heyden im Gespräch über die Lage in Russland nach Beginn des Krieges gegen die Ukraine. Viele Russen stehen hinter Putin und sehen keine Alternative, man setzt darauf, dass viele Ukrainer nicht gegen Russland sind, um einen Regierungswechsel durchzuführen. Sanktionen schrecken die Russen nicht, man habe sich darauf eingestellt – und an Krieg sei man gewohnt.
17. December 2021
Aktuell
Ulrich Heyden (Moskau): Geht von Russland derzeit eine Kriegsgefahr aus? (Overton-Magazin)
Ulrich Heyden im Gespräch über die verhaltene Reaktion Moskaus auf die Ausweisung von russischen Botschaftsmitarbeitern, das bei der Aufklärung über den mutmaßlichen Täter des „Tiergartenmords“ behilfliche Medium The Insider und das Mordopfer, Russland und China sowie die angeblich von Russland ausgehende Kriegsgefahr.
13. December 2021
Aktuell
Kiew zündelt mit US-amerikanischer Deckung (Nachdenkseiten)
Der Frieden in Europa ist gefährdet wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Moskau versucht, eine weitere Eskalation mit allen Mitteln zu verhindern: mit der Wiederaufnahme der Gespräche mit den USA, aber auch mit militärischen Drohungen. Aus Moskau berichtet Ulrich Heyden.
Video
25. December 2025
Aktuell
Die Schuld an 27 Millionen toten Sowjetbürgern treibt Deutschland zum nächsten Krieg | Ulrich Heyden (Neutrality Studies)
Es ist ein Trauma—ein Trauma das verdrängt bleiben muss. Während der Kniefall Willy Brands in Warschau sich in's kollektive Gedächtnis eingebrannt hat und die Erinnerung an 6 Millionen Toten im Holocaust den Kern der Deutschen "Erinnerungskultur" bilden, ist die Deutsche Schuld gegenüber den 27 Millionen toten Bürgern der Sowjetunion noch immer ein Tabuthema, gerade jetzt da sich Europa für den nächsten Grosskrieg gegen den Osten wappnet. Darüber und über die Erfahrungen meines Gastes während über 30 Jahren in Russland wollen wir heute reden.
6. December 2025
Aktuell
Kriegsmüde? Wie Russlands Gesellschaft auf den Dauerkrieg reagiert | Ulrich Heyden (Overton-Magazin)
Florian Rötzer vom Overton-Magazin befragte mich, mit welcher Stimmung die Russen in das fünfte Kriegsjahr gehen.
24. November 2025
Aktuell
Ulrich Heyden: „Deutschland erlebt einen Rückfall in die Barbarei“ (Patrik Baab - Gegen den Strom)
„Deutschland erlebt einen Rückfall in die Barbarie“, sagt der deutsche Journalist und Kriegsreporter Ulrich Heyden, der seit vielen Jahren in Russland lebt und regelmäßig aus den Kriegsgebieten berichtet. In diesem Gespräch mit Patrik Baab spricht er über seine Erlebnisse im Donbass, in Kursk und Moskau – über Angst, Propaganda, historische Schuld, und über die Stimmen der Menschen, die mitten im Krieg leben. Heyden schildert, was westliche Medien verschweigen: das Leid der Zivilbevölkerung, die Rolle von Söldnern, die russische Perspektive und den Hass, der in Europa gegen Russland geschürt wird. Ein Gespräch über Wahrheit, Verantwortung und den Zustand deutscher Öffentlichkeit. „Wir erleben einen Rückfall in die Barbarei – und kaum jemand merkt es.“ – Ulrich Heyden
Bücher
19. December 2023
Geschichte
"Mein Weg nach Russland. Erinnerungen eines Reporters" (2024)
Seit 30 Jahren lebt und arbeitet Ulrich Heyden in Russland, einem Land, das sein Vater als Wehrmachtsoffizier überfallen hat. Die gänzlich unterschiedliche Wahrnehmung Russlands, dargestellt in der Familiengeschichte des Autors, zieht sich als roter Faden durch das Buch. Dazu kommt die Frage, wie es passieren konnte, dass ein großer Teil der systemoppositionellen 68er sowie die ehemals pazifistische Partei „Die Grünen“ zu den stärksten Befürwortern eines Kriegsgangs gegen Russland wurden.
28. March 2022
Ukraine
"Der längste Krieg in Europa seit 1945" (2022)
Dieses Buch entstand nicht am Schreibtisch. Es ist das Buch eines Reporters, der in den Jahren 2014 bis 2022 als Korrespondent für deutschsprachige Medien im Kriegsgebiet Donbass unterwegs war. Wer verstehen will, wie der Krieg in der Ukraine began, kommt um "Der längste Krieg in Europa seit 1945. Augenzeugenberichte aus dem Donbass" nicht herum. Das Buch erschien im März 2022 bei tredition (Hamburg). Es ist das einzige derartige Buch in deutscher Sprache, dass von einem Augenzeugen geschrieben wurde. "In den Interviews, die Heyden mit Bewohnern der beiden Volksrepubliken gemacht hat, wird vor allem eine Frage überdeutlich: Wieso weigern sich die demokratischen Staaten, den Mehrheitswillen der lokalen Bevölkerung zu akzeptieren? Wieso nehmen sie diesen Weg für eine friedliche Lösung nicht an?" (Katrin McClean, Schriftstellerin).
21. August 2020
Bücher
Wie Deutschland gespalten wurde. Die Politik der KPD 1945 bis 1951 (2020)
Bei den alljährlichen Feiern zur deutschen Einheit wird in den Hintergrund gedrängt, wie es eigentlich 1949 zur Gründung von zwei deutschen Staaten kam und welche Position die Kommunistische Partei Deutschlands zur Frage der deutschen Einheit vertrat. Kaum bekannt ist, dass die KPD, die 1947 in den Westzonen 320.000 Mitglieder hatte, eine der entschiedensten Kräfte war, die für die deutsche Einheit und gegen die Gründung eines "westdeutschen Separatstaates" eintrat. Mit ihren Aktivitäten auf den Gebieten Entnazifizierung, Kampf gegen den Hunger, Wiederaufbau und Sozialisierung der Schlüsselindustrien leistete die KPD einen wichtigen Beitrag für den Aufbau der Demokratie in Westdeutschland.
Foto
28. September 2025
Foto
Foto-Reportage aus dem Gebiet Kursk
Hier meine Fotos von einer Reise durch das russische Grenzgebiet Kursk im Mai 2025. Schönes mischte sich mit Schrecklichem. Kursk ist eine weitgehend intakte, sehr gepflegte Stadt. Aber es gibt von Drohnen zerbombte Mehrfamilienhäuser. Berührend waren die Gespräche mit den Menschen, die durch Drohnen ausgebombt worden waren. Viele von Ihnen waren durch Glück mit dem Leben davongekommen. Raissa Klujewa, eine Rentnerin aus Kursk, erzählte, sie sei am 15. April 2025 von einer Drohne aus dem Schlaf gerissen worden. Sie habe sich noch ein Karton mit ihren Ausweisen schnappen können, um dann über eine Treppe, die mit Glasscherben übersät war, in den Hof zu flüchten. "Der 15. April war für uns alle wie ein zweiter Geburtstag."
7. April 2025
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Die Gründung der Volksrepublik Donezk am 7. April 2014
Im Frühjahr 2014 besuchte ich Donezk. Ich wollte wissen, wie der Südosten der Ukraine auf den Staatsstreich in Kiew reagiert. Am 6. April besetzten Aktivisten der Autonomiebewegung Verwaltungsgebäude in Charkow, Lugansk und Donezk. Im März besuchte ich eine Straßenwache, welche an einer Fernstraße zwischen Lugansk und Donezk Ausschau nach anrückendem ukrainischen Militär und Rechtem Sektor. Auf einer Kundgebung in Donezk auf dem Lenin-Platz herrschte eine kämpferisch-fröhliche Stimmung. Einige hielten Transparente auf denen die Rückkehr von Präsident Janukowitsch gefordert wurde.
22. March 2024
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Präsidentschaftswahlen - Wahllokale in Moskau
Am 15., 16. und 17. März 2024 besuchte ich drei Wahllokale im Westen Moskaus, um einen Eindruck zu bekommen, wie die Präsidentschaftswahlen ablaufen. Nach meinem Eindruck lief alles korrekt und ohne Zwischenfälle. An den ersten beiden Tagen war ich abends um 18 Uhr in den Wahllokalen. Der Besuch war mäßig. Starken Besuch erlebte ich am letzten Tag der Wahl, den 17. März um die Mittagszeit. Die Wahllokale befanden sich in der Kastanajewskaja- und der Oleko-Dunditscha-Straße.